Trotz anhaltend hoher Preise
Opec erhöht Ölfördermengen nicht

Die Mitgliedsstaaten wollen zunächst die Entwicklung der Nachfrage abwarten und erst im Januar über eine mögliche Änderung der Fördermenge beraten.

ap WIEN. Trotz des anhaltend hohen Ölpreises wollen die OPEC-Staaten ihre Fördermenge vorerst nicht ausweiten. Der kuwaitische Ölminister Scheich Saud Nasser el Sabah erklärte am Sonntag nach einem informellen OPEC-Treffen in Wien, die Mitglieder des Kartells würden erst bei einem neuen Gespräch am 17. Januar über eine mögliche Änderung der Fördermenge beraten. Dafür solle zunächst die Entwicklung der Nachfrage abgewartet werden. Die OPEC befürchtet für den Fall einer weiteren Erhöhung der Fördermenge einen Preisverfall, da nach dem Ende der nächsten Heizperiode eine sinkende Nachfrage zu erwarten ist.

Der Entscheidung müssen die OPEC-Minister noch bei einem formellen Treffen am Montagvormittag zustimmen. Das Gespräch war wegen der Brandkatastrophe am Kitzsteinhorn, bei der rund 170 Menschen ums Leben kamen, um einen Tag verschoben worden. Die OPEC-Mitglieder einigten sich ferner auf den venezolanischen Ölminister Ali Rodriguez als nächsten Generalsekretär des Kartells. Der bisherige OPEC-Vorsitzende Rodriguez wird damit am 1. Januar seinen nigerianischen Kollegen Rilwanu Lukman ablösen.

Angesichts hoher Rohölpreise haben die OPEC-Staaten unter massivem internationalen Druck ihre Fördermenge in diesem Jahr bereits vier Mal erhöht, zuletzt Ende Oktober um 500 000 Barrel täglich. Der Ölpreis schwankt seit Monaten um den höchsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Zuletzt lag er zwischen 32 und 34 $ pro Barrel (159 Liter). Die OPEC-Mitglieder produzieren mehr als 40 % der weltweiten Rohölmenge.



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