Trotz anhaltender Probleme im Fernverkehr
Bahn verbucht weiter Umsatzplus

Die Deutsche Bahn hat ihren Umsatz trotz der Probleme im Fernverkehr nach Angaben aus Kreisen des Bundestags-Verkehrsausschusses gesteigert.

Reuter BERLIN. Bahnchef Hartmut Mehdorn habe am Mittwoch im Ausschuss von einem Umsatzplus von gut zwei Prozent im laufenden zweiten Quartal gesprochen, berichteten Teilnehmer. Bis Mai hätten die Erlöse um 2,3 % über dem Vorjahr gelegen. Der Bahnchef habe ferner deutlich gemacht, dass die Bahn wie geplant 2004 kapitalmarktfähig sei und in diesem Jahr ihre Planzahlen erreichen werde. Mehdorn rechne in diesem Jahr mit einem Betriebsverlust nach Zinsen von 150 Mill. ?. Damit werde man besser liegen als der ursprünglich geplante Verlust von 220 Mill. ?. Mehdorn habe sich nicht im Detail über Änderungen am Preissystem der Bahn geäußert, hieß es weiter. Es wird damit gerechnet, dass Grundzüge des reformierten Systems bei der Aufsichtsratssitzung in der nächsten Woche präsentiert werden.

Die Bahn hatte bereits im ersten Quartal den Umsatz vor allem dank des Nahverkehrs leicht auf 3,79 Mrd. ? gesteigert. Ein Bahn-Sprecher wollte die Aussagen aus den Kreisen nicht kommentieren und verwies auf den künftigen Halbjahresbericht des Unternehmens. Bahnchef Mehdorn selbst sagte nach der Sitzung lediglich, dass Quartal sei gut gelaufen. Im Fernverkehr habe die Bahn aber nach wie vor Probleme mit der Konkurrenz der Billigflieger.

In Unternehmenskreisen wurde ein Vorabbericht von "Focus Money" bestätigt, dass die Bahn eine neue Dienstleistungssparte gründen wolle. Darin sollten etwa die Bereiche Energie, Fuhrpark und Telematik zusammengefasst werden. Den Kreisen zufolge ist ebenfalls geplant, die Führungsebene des Personenverkehrs von Frankfurt nach Berlin zu verlegen. Damit sollten sie enger an Mehdorn angebunden werden. Die Bahn bestätigte zudem einen Vorabbericht der "Wirtschaftswoche", wonach der frühere Bahn-Vorstand Hemjö Klein als Berater für die Veränderungen am Preissystem verpflichtet wurde.

Endgültig gescheitert sind nach Angaben der Bahn die Pläne zur Rettung des Ausbesserungswerks in Opladen in Nordrhein-Westfalen. Den 420 Mitarbeitern würden andere Stellen in der Bahn angeboten. Betriebsbedingte Kündigungen solle es nicht geben. Die Bahn hatte wegen Überkapazitäten im Jahr 2001 sämtliche Ausbesserungswerke auf den Prüfstand gestellt.

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