Trotz Bushs Absage an Kyoto
EU wollen USA in den Klimaschutz einbinden

Trotz der amerikanischen Absage an das Kyoto-Abkommen versucht die EU weiterhin, die USA in die internationalen Klimaschutz-Bemühungen einzubinden.

ap GÖTEBORG. Bei ihrem Dinner in Göteborg am Donnerstagabend kamen US-Präsident George W. Bush und die EU-Staats- und Regierungschefs überein, noch vor der Klima-Konferenz in Bonn im Juli eine ranghohe Arbeitsgruppe einzuberufen. Damit soll sichergestellt werden, dass in Bonn doch noch gemeinsame Maßnahmen zum Klimaschutz vereinbart werden können.

Beim Abendessen bekräftigten Bush und die EU-Chefs nach Auskunft der schwedischen Ratspräsidentschaft ihre unterschiedlichen Auffassungen zum Klimaschutzabkommen. Die Meinungsverschiedenheiten waren bereits während des EU-US-Gipfels mit Bush, dem schwedischen Ministerpräsidenten Göran Person und EU-Kommissionspräsident Romano Prodi am Nachmittag deutlich zum Ausdruck gekommen. Es sei aber wichtig gewesen für Bush zu sehen, dass die 18 EU-Spitzenvertreter am Tisch trotz ihrer unterschiedlichen politischen und geographischen Herkunft in ihrem Kampf gegen die Erderwärmung an einem Strang zögen, sagte Perssons Sprecher Lars Danielsson.

In die ranghohe Gruppe sollen je ein Vertreter der EU-Präsidentschaft, der EU-Kommission und der USA berufen werden. Die Kontakte sollen so bald wie möglich zustande kommen, sagte Danielsson. "Es gab ein Gefühl von Dringlichkeit, damit in Bonn so viele Ergebnisse wie möglich erzielt werden können", erklärte er und fügte hinzu: "Wir wollen die USA an Bord haben, wenn nicht im Rahmen von Kyoto, dann zumindest in einer anderen Art von Debatte über den Klimaschutz."

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