Trotz Cisco Gewinnwarnung
Wall Street schließt gut behauptet

Die New York Stock Exchange (NYSE) ist am Dienstag trotz der Nachwehen der Cisco-Gewinnwarnung gut behauptet aus dem Handel gegangen.

Reuters NEW YORK. Die New Yorker Aktienmärkte haben am Dienstag fester geschlossen. Neben den Standardwerten verzeichneten die Technologieaktien trotz einer Gewinnwarnung von Cisco durchschnittlich Kursgewinne. Die Marktstimmung habe durch die Gewinnwarnung zwar einen Dämpfer, jedoch keinen Schock erlitten, sagten Händler. Unterstützung habe der Markt von der unerwartet angestiegenen US-Industrieproduktion sowie von moderat ausgefallenen US-Konsumentenpreise erhalten, hiess es.

Der Dow Jones-Index 30 führender Industriewerte schloss mit einem Plus von 0,57 Prozent bei 99,70 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg 1,03 Prozent auf 1191,79 Punkte. Der technologielastige Nasdaq Composite Index notierte bei Handelsschluss 0,71 Prozent fester bei 1923,16 Zähler.

Der Netzwerkhersteller Cisco Systems hatte am Montag nach Börsenschluss mitgeteilt, unter anderem wegen der sich abkühlenden US-Konjunktur würden die Gewinnprognosen der Analysten für das dritte Geschäfts-Quartal wohl deutlich verfehlt. Der Umsatz werde voraussichtlich um fast ein Drittel sinken. Zudem muss Cisco nach eigenen Angaben Milliardenbeträge für die bereits angekündigten Stellenstreichungen und für den Abbau von Lagerbeständen aufwenden. Die Titel gingen mit einem Minus von 3,2 Prozent bei 16,65 Dollar aus dem Handel.

Dass es angesichts der Gewinnwarnung nicht zu einem größeren Schock im High-Tech-Sektor kam, begründeten Händler damit, dass die schwachen Cisco-Zahlen vom Markt bereits erwartet worden seien. "Der Technologiesektor hat aus seinem Tief zu Beginn der Sitzung herausgefunden, was zeigt, dass Nachfrage nach Aktien besteht", sagte Charles Payne von Wall Street Strategies.

Kurseinbußen musste der Cisco-Konkurrent Lucent Technologies hinnehmen. Die Titel ermäßigten sich um 3,38 Prozent auf 7,15 Dollar. Gute Nachrichten kamen hingegen vom Softwarehersteller Computer Associates International. Das Unternehmen hatte am Montag besser als von Analysten erwartete Prognosen für sein viertes Quartal bekannt gegeben. Die Titel kletterten 14,57 Prozent auf 33,90 Dollar zu.

Der Dow-Jones-Index habe ferner vom gewichtigen Computerhersteller International Business Machines (IBM) Unterstützung erhalten, hieß es. IBM gewannen 3,05 Prozent auf 99,7 Dollar hinzu.

Im Plus schlossen auch Johnson&Johnson , welche 1,85 Prozent auf 94,45 Dollar zulegten, nachdem die am Dienstag bekannt gegeben Gewinnnzahlen des US-Konzerns für das erste Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen hatten. Titel von anderen Konsumgüterkonzernen wie etwa Eastman Kodak hätten den Dow hingegen nach unten gedrückt. Kodak büßten 2,3 Prozent auf 42,5 Dollar ein. Der Kamera- und Filmerzeuger hatte zuvor deutlich niedrigere Quartalsgewinne als vor Jahresfrist mitgeteilt und zudem den Abbau von Arbeitsplätzen angekündigt.

Die US-Industrieproduktion ist im März O,4 Prozent angestiegen, wie am Dienstag bekannt gegeben wurde. Der Index bewegte sich damit erstmals seit September überraschend nach oben und deutete laut Marktbeobachtern eine leichte Erholung der US-Konjunktur an. Einen moderaten Anstieg von 0,1 Prozent im März verzeichnete der Index der US-Verbraucherpreise, wie das US-Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte. Die Möglichkeit einer Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed sei dadurch weiterhin gegeben, hieß es weiter.

Bei Umsätzen von rund 1,1 Milliarden Aktien schlossen an der New Yorker Stock Exchange 1857 Titel höher, 1163 niederiger und 236 unverändert. An der Nasdaq wechselten rund 1,85 Milliarden Aktien den Besitzer. Es gab dabei 2067 Kursgewinner, 1728 Kursverlierer und 425 unveränderte Werte.

Am US-Anleihenmarkt notierten die richtungweisenden 30-jährigen Bonds 14/32 höher mit einer Rendite von rund 5,66 Prozent.

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