Trotz dementierter Kanzlerhilfe
Intershop und Pixelpark steigen

Reuters FRANKFURT. Wegen eines mittlerweile von der Bundesregierung dementierten Medienberichts zu möglichen finanziellen Hilfen der deutschen Regierung für die am Neuen Markt gelisteten Firmen Intershop und Pixelpark sind deren Aktien am Donnerstag stark gestiegen. "Die Spekulation ist kurzfristig auf jeden Fall kurstreibend, das wird aber nicht lange anhalten", sagte ein Frankfurter Händler. Die Intershop-Aktie legte am Donnerstag knapp 20 Prozent auf 3,65 Euro zu. Pixelpark stieg um knapp 18 Prozent auf 6,00 Euro. "Da wird kein Geld fließen", sagte ein Händler. Auf der Käuferseite seien bei überdurchschnittlichen Umsätzen in erster Linie institutionelle Investoren, die zuvor auf fallende Kurse spekuliert hatten und nun ihre Positionen glatt stellen müssten. Außerdem seien viele private und spekulativ orientierte Anleger in den im Auswahlindex Nemax50 notierten Werten aktiv.

Ein Regierungssprecher sagte am Vormittag, die Bundesregierung plane keine finanziellen Hilfen für krisengeplagte Branchen oder Firmen am Neuen Markt. Zuvor hatte die "Berliner Zeitung" berichtet, bei einem Gespräch des Kanzleramtministers Martin Bury (SPD) mit den Vorstandschefs von Pixelpark, Intershop und Caatoosee, sei es auch um Finanzierungsfragen gegangen. In dem Bericht der Zeitung hieß es zudem, die Regierung habe den betreffenden Firmen die Unterstützung der Bundesregierung zugesagt.

Intershop-Sprecher Heiner Schaumann bestätigte, dass es Gespräche mit Bury und anderen SPD-Mitgliedern gegeben habe. Dabei sei es allerdings um einen reinen Gedanken- und Informationsaustausch im Vorfeld einer Internet-Veranstaltung der Partei gegangen. Intershop, Pixelpark und Caatoosee seien stellvertretend für New-Economy-Unternehmen eingeladen gewesen. Diskutiert worden sei unter anderem über die allgemeinen Rahmenbedingungen für start-ups, über Bildungspolitik und die Steuerproblematik. "Es ging aber zu keiner Zeit um irgendwelche Beihilfen und schon gar nicht für bestimmte Firmen", sagte Schaumann, der selbst an dem Gespräch teilgenommen hat.

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