Trotz des Führungstores
Bitteres Debüt für VfB Stuttgart

Die Premiere des VfB Stuttgart in der Champions League ist misslungen. Die in der Bundesliga noch unbesiegten Schwaben verloren am Dienstagabend ihr erstes Spiel in der Gruppe E bei den Glasgow Rangers mit 1:2 (1:0) - trotz einer über weite Strecken überzeugenden Vorstellung.

HB GLASGOW. Die Magath-Elf kassierte damit im siebten Pflichtspiel der Saison die erste Niederlage. Vor 41 900 Zuschauern im Ibrox Stadium brachte Nationalstürmer Kevin Kuranyi den Bundesliga-Zweiten in der Nachspielzeit der ersten Hälfte mit einem Abstaubertor in Führung. Doch dann kassierte VfB-Keeper Timo Hildebrand durch den Ex-Münchner Christian Nerlinger (74.) und den eingewechselten Peter Lövenkrands (79.) die ersten Gegentore in dieser Spielzeit. Durch die Niederlage gerät der VfB vor der nächsten Partie in der Gruppe E am 1. Oktober gegen Englands Meister Manchester United bereits unter Druck.

Mit dem Einsatz von Christian Tiffert an Stelle von Jurica Vranjes in der Startelf gab Felix Magath der Offensive den Vorzug. "Das ist auch ein Signal an die Mannschaft, dass wir hier gewinnen wollen", sagte der Teammanager vor dem 20. Europacup-Spiel der Schwaben. Doch zunächst mussten die "jungen Wilden" des VfB auf dem noch ungewohnten internationalen Parkett erst einmal Herr ihrer Nerven werden. Vor allem bei Andreas Hinkel und Fernando Meira war die Unsicherheit spürbar. Im Mittelfeld mühte sich Horst Heldt meist vergeblich, in die Rolle des Spielmachers a la Krassimir Balakow zu schlüpfen.

Dafür gefiel Alexander Hleb mit mutigen Aktionen. Der Weißrusse überzeugte mit klugen Pässen und hatte in der 15. Minute sogar die Stuttgarter Führung auf dem Fuß, als er nach Zuspiel von Kuranyi allein auf das von Stefan Klos gehütete Rangers-Tor zulief. Doch der Keeper, der 1997 mit Borussia Dortmund die Champions League gewonnen hatte, wehrte reaktionsschnell ab. Auf der Gegenseite stellte Hildebrand mit zwei Klasse-Paraden innerhalb von 60 Sekunden unter Beweis, warum er in der Bundesliga seit 555 Minuten ungeschlagen ist. Zunächst boxte der Schlussmann einen Kopfball von Paolo Vanoli (25.) aus der Ecke, dann warf er sich Shota Arweladse in den Weg.

So war die Halbzeitführung durch einen Abstauber von Kuranyi eher glücklich für die Stuttgarter. Der Nationalspieler stand genau richtig, als ein 25 m-Freistoß von Marcelo Bordon vom Pfosten zurückprallte. Der Vorsprung verlieh dem Spiel des VfB, bei dem Ioannis Amanatidis zur Pause den schwachen Cacau ablöste, Sicherheit. Kuranyi (56.) und Heldt (60.) verpassten mit ihren Schüssen die mögliche Vorentscheidung gegen den ausschließlich mit Legionären angetretenen schottischen Meister. Das Auslassen dieser Chancen rächte sich in der Schlussphase bitter. Zunächst nutzte Nerlinger eine Verwirrung in der VfB-Abwehr zum Ausgleich, dann überwand der eingewechselte Lövenkrands Hildebrand mit einem Schuss aus 20 Metern.

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