Trotz des Sieges ging Thomas Schaafs Experiment daneben
Werder feiert 25. Viertelfinal-Einzug

Mit viel Mühe hat Werder Bremen das Viertelfinal-Jubiläum im DFB-Pokal geschafft. Der Titelverteidiger schlug am Dienstagabend den Zweitligisten Eintracht Trier mit 2:1 nach einer müden Vorstellung.

HB BREMEN. Der Titelverteidiger schlug am Dienstagabend den Zweitligisten Eintracht Trier nach einer müden Vorstellung mit 2:1 (1:1, 1:0) nach Verlängerung und erreichte damit zum 25. Mal die Runde der letzten acht Teams. Vor 17 462 Zuschauern schossen Daniel Jensen (5./105.+1) und Ivan Klasnic (120.+1) die Tore für Bremen. Den Ausgleich hatte Antun Labak (57. Minute) erzielt.

Trotz des Sieges ging Thomas Schaafs Experiment daneben. Der Trainer der Bremer hatte nicht nur die zuletzt so erfolgreichen Stürmer Ivan Klasnic und Miroslav Klose zunächst auf die Bank gesetzt und durch Nelson Valdez und Angelos Charisteas ersetzt, sondern auch Nationalspieler Fabian Ernst nicht für die Startelf nominiert. Die für Werder-Verhältnisse ungewohnte Rotation machte sich vor allem im Sturm negativ bemerkbar, wo Charisteas eine ganz schwache Partie bot.

Während Valdez mit großer Laufbereitschaft zumindest mehrmals Löcher in die Eintracht-Abwehr riss, bewegte sich der griechische Nationalstürmer zu wenig und fiel wie Rechtsverteidiger Ümit Davala mit Fehlpässen unangenehm auf.

Im Mittelfeld konnte Werder das Fehlen von Ernst kompensieren. Vor allem Jensen glänzte in der ersten Halbzeit als Antreiber. Der Däne war es auch, der nach schöner Vorarbeit von Paul Stalteri das 1:0 erzielte. In der Folgezeit versäumten es die Bremer allerdings, die Führung auszubauen. Jensen (8.) und Micoud (9.) scheiterten mit Schüssen.

Während die Gastgeber trotz gedrosselten Tempos zu weiteren Chancen durch Ludovic Magnins Drehschuss (24.) und Valerien Ismaels Kopfball (31.) kamen, konnte sich die Trierer Offensive nur ganz selten in Szene setzen. Dem Zweitligisten fehlte der Mut, die Nachlässigkeiten des Double-Gewinners zu nutzen. Immerhin musste sich die Eintracht in punkto Effektivität keine Vorwürfe machen lassen: Labak nutze gegen die unentschlossene Werder-Abwehr gleich die erste Chance eiskalt. Bremen kam erst in der Schlussphase der zweiten Halbzeit wieder zu Chancen, doch Klasnic (78.) und Valdez verzogen. In der Verlängerung fand Werder wieder besser seinen Rhythmus und stellte durch den zweiten Treffer von Jensen den Sieg sicher.

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