Trotz Flaute mehr Umsatz erwartet
Bosch baut weiter auf Automobiltechnik

Trotz der anhaltenden Flaute auf dem Automobilmarkt und des schwachen Dollar rechnet Robert Bosch im laufenden Jahr mit einem Umsatzzuwachs in der Kraftfahrzeugtechnik, der größten Sparte des Konzerns.

Reuters STUTTGART. Der Umsatz dieser Sparte werde 2003 um 1,9 % auf 23,5 Mrd. ? steigen, sagte Bosch-Geschäftsführer Bernd Bohr am Dienstag laut Redetext auf einer Fachveranstaltung in Boxberg bei Stuttgart. In den ersten vier Monaten 2003 habe der Zuwachs bei 1,6 % gelegen. "Ohne Wechselkurseinflüsse wären es sogar zehn Prozent", fügte er hinzu.

Für den gesamten Konzern erwartet der scheidende Bosch-Chef Hermann Scholl wegen der Dollar-Schwäche für das laufende Jahr nur noch einen stagnierenden Umsatz von 35 Mrd. ?. Noch im April hatte er mit einem Plus von zwei Prozent gerechnet. Das Kraftfahrzeug-Geschäft sei aber vor allem in den USA besser als erwartet gelaufen. In Forschung und Entwicklung will Bosch laut Bohr allein in der Automobiltechnik 2,2 Mrd. ? stecken, sieben Prozent mehr als 2002.

Der Siegeszug des Diesel-Antriebs wird in Europa 2003 nach den Erwartungen von Bosch weitergehen. Der Diesel-Anteil unter den neu zugelassenen Pkw in Westeuropa werde sich "in Richtung 44 %" bewegen. 2002 hatte er knapp die 40-Prozent-Marke überschritten. Bosch werde rund sechs (Vorjahr: 5,2) Mill. Einspritzsysteme ("Common rail") produzieren. Mit Hilfe eines Rußfilters und schwefelfreiem Kraftstoff könne sich der Diesel auch in Nordamerika durchsetzen, wo von 2007 an viel schärfere Abgasvorschriften gelten. "Die USA mit langen Strecken und mit großen Fahrzeugen werden für den Selbstzünder geradezu ein ideales Land", sagte Bohr. Die Ruß-Partikelfilter, die in Europa nur mehr als 1800 Kilogramm schwere Pkw brauchten, werde Bosch voraussichtlich von 2005 an produzieren.

Der Brennstoffzelle als alternativem Antrieb gibt Bosch erst in fernerer Zukunft echte Marktchancen. Auch im Jahr 2015 werde der gewöhnliche Verbrennungsmotor noch 95 % Marktanteil haben, 2025 noch 85 %, sagte Bohr. Mit Brennstoffzellen würden möglicherweise zunächst Nebenaggregate, aber nicht der Motor angetrieben.

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