Trotz Fusion mit Eurotip
Kein Geld in der Kasse: E.Multi insolvent

Der am Neuen Markt gelistete Anbieter von Online-Gewinnspielen e.multi hat wegen Zahlungsunfähigkeit beim Amtsgericht Karlsruhe einen Antrag auf Insolvenz gestellt.

Reuters FRANKFURT/M. Nach Unternehmensangaben wurde der Antrag notwendig, weil der neue Großinvestor Eurotip vereinbarte Zahlungen nicht geleistet habe. "Ich glaube nicht, dass Eurotip die vereinbarten Beträge noch auszahlen wird", sagte E.multi-Vorstandschef Matthias Gärtner der Nachrichtenagentur Reuters. E.multi hatte am 11. April mitgeteilt, aufgrund hoher Abschreibungen in Schwierigkeiten geraten zu sein und sich unter anderem deshalb mit Eurotip zusammenzuschließen.

Im Zuge der Übernahme sei vereinbart worden, dass Eurotip zur Sicherung der Liquidität E.multi ein Darlehen gewähre. Bislang sei keine der vereinbarten Raten ausgezahlt worden, sagte Gärtner. Zur Höhe des Darlehens wollte Gärtner nicht Auskunft geben.

Von Eurotip war keine Stellungnahme zu erhalten. Gärtner sagte, die Beträge seien einerseits notwendig, um Zahlungsverpflichtungen gegenüber Lieferanten nachzukommen. Andererseits befinde sich E.multi in der Restrukturierung. Infolge der damit verbundenen Stellenstreichungen bestehe ein erhöhter Liquiditätsbedarf, um an ausscheidende Mitarbeiter Abfindungen zu zahlen.

Die Aktie von E.multi wurde nach dem Bekanntwerden des Insolvenzantrages zeitweilig vom Handel ausgesetzt. Vor der Aussetzung hatte sie gegenüber dem Vortagesschluss drei Prozent im Minus gelegen und fiel nach Wiederaufnahme des Handels um weitere 51 Prozentpunkte auf 0,15 Euro. Im vergangenen Jahr waren sechs Unternehmen wegen Eröffnung eines Insolvenzverfahrens vom Neuen Markt ausgeschlossen worden. Im laufenden Jahr waren es bislang fünf.

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