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Trotz Gerüchte über Zinssenkung: Nasdaq weiter auf Talfahrt

Buy the rumors! Die alte Börsianerregel befolgten die Anleger am Montag an der Wall Street. Nachdem das renommierte Wall Street Journal am Morgen das Gerücht in die Welt gesetzt hat, Alan Greenspan würde am Dienstag die Zinsen senken, legte der Dow 200 Punkte zu. Den Nasdaq Index konnten die Spekulationen um eine Zinssenkung nicht von seiner Talfahrt abbringen. Das Technologiebarometer beendete den Tag bei 2624 Punkten und einem Verlust von einem Prozent.

Wahr ist auf jeden Fall, dass die Rezessionsrisiken die Inflationsrisiken überwiegen und dass die US-Notenbank am Dienstag über die weitere Zinsentwicklung entscheiden wird. Die US-Wirtschaft hat sich mittlerweile so drastisch abgekühlt, dass eine baldige Senkung durch die Federal Reserve Bank wahrscheinlich ist.



Profitieren konnten von den Hoffnungen auf eine Zinssenkung am Montag vor allem die Finanzaktien. J.P. Morgan führte den Dow Jones Index als Gewinner an. Der Wert konnte sich ein wenig von den Verlusten erholen, die nach einer Gewinnwarnung in der vergangenen Woche entstanden sind. Auch die Aktien der Citigroup verteuerten sich zum Wochenanfang.



Immer mehr unter Druck geraten die Autohersteller. Auf der Verliererseite des Dow Jones Indexes stand General Motors. Der Autokonzern will bis 2004 seine Modellreihe um 20 Prozent reduzieren, um Kosten einzusparen. Damit verbunden ist der Abbau von 15.000 Arbeitsstellen. Auch Konkurrent Daimler Chrysler hat mit Problemen zu kämpfen. Chrysler wird angesichts von Absatzproblemen in den USA zwölf Werke schließen.



Wachstumssorgen bei den Hersteller von Computerausstattung schickten Cisco und Sun Microsystems weiter ins Minus. Die Analystin Kimberly Alexy von Prudential Securties trug maßgeblich zu Suns Talfahrt bei. Sie stufte Sun auf akkumulieren, da die Nachfrage nach Servern stark abgenommen habe. Das Unternehmen müsse jetzt die Hardware zu Spottpreisen vertreiben.



Cisco

raste mit elf Prozent in die Tiefe. Der größte Netzwerkausstatters der Welt gab zu, während des ersten Quartals 275 Millionen Dollar zur Seite gelegt zu haben, um Verluste von unbezahlten Kundenrechnungen und anderen Posten bezahlen zu können.



Der Spielzeug-Onlinehändler EToys schickte den gesamten Onlinebereich in die Verlustzone. Ein unerwartet schwaches Weihnachtsgeschäft brachte das Internetunternehmen dazu, eine Gewinnwarnung auszusprechen. Das Internetkaufhaus Amazon landete daraufhin auf seinem 52-Wochentief. Das Brokerhaus Goldman Sachs griff dem Wert zwar unter die Arme, doch bis zum Börsenschluss konnte sich das Amazon-Papier nur geringfügig erholen.



Als positives Gewicht wirkte dagegen Oracle auf den Nasdaq Index. Der Softwarehersteller genießt auf Grund gegen den Trend positiv ausgefallener Quartalszahlen einen guten Ruf bei den Anlegern.

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