Trotz Gewinnmitnahmen
Feste Bankenwerte bescheren Nikkei klares Plus

Die Börse Tokio hat am Montag vor der Veröffentlichung wichtiger Geschäftszahlen von Grossbanken deutlich fester geschlossen. Händler sagten, die Marktteilnehmer hätten arg gebeutelte Aktien wie etwa die der angeschlagenen UFJ Holdings und andere gekauft.

Reuters TOKIO. Der 225 führende Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,96 % oder 171,88 Punkte fester auf 8 944,44 Punkten. Der umfassende Topix-Index legte 1,79 % oder 15,34 Zähler auf 874,39 Punkte zu.

Zwar hätten immer mehr Anleger in der Vorwoche auf ein Ende der schon seit vier Wochen dauernden Kursgewinne gesetzt und verkauft, sagte der Aktienhändler Hiroshi Sato von Cosmo Securities. "Aber die Widerstandsfähigkeit von Aktien wie Softbank hat Käufe bei zahlreichen Titeln angeregt, vor allem bei Banken." Softbank stieg um den täglich möglichen Maximalbetrag von 200 Yen oder knapp 18 %.

Kräftige Gewinne erzielten auch NTT Docomo , die nach Marktkapitalisierung zweitgrösste Firma.

Nach Börsenschluss kündigte UFJ an, rund eine Billion Yen (mehr als acht Mrd. Euro) fauler Kredite zur Bereinigung auf eine neue Konzerngesellschaft zu übertragen. UFJ, die kleinste der vier japanischen Megabanken, stiegen um 7,5 %. UFJ erzielte im ersten Halbjahr einen Gewinn von 72,56 Mrd. Yen nach einem Verlust von 67,44 Mrd. im Jahr zuvor.

Japanische Banken hatten in der vergangenen Zeit deutlich im Kurs verloren, nachdem die anstehende Abwicklung notleidender Kredite ihre Ertragsaussichten deutlich geschwächt hatte.

Händler sagten, weniger die Ergebnisse als vielmehr die Pläne betreffend Eigenkapital und wie strikt die Regierung ihre Sanierungspläne durchsetzen werde, bestimmten nun die Aktienkurse der Banken.

"Ich weiss nicht, wie die Banken eine glaubwürdige Prognose für das ganze Jahr zusammenbringen sollten. Das wäre wie zu versuchen vorherzusagen, wie das Wetter in einem halben Jahr ist", sagte James Fiorillo von Commerzbank Securities.

Im späteren Wochenverlauf dürfte die Regierung weitere Details ihrer Pläne zum beschleunigten Abbau des Bergs an faulen Krediten von über 52 Billionen Yen vorstellen.

Der schwächere Yen habe Investoren zudem grünes Licht für Engagements in Exportwerten wie Honda Motor und anderen gegeben. Aber die Befürchtungen über die Aussichten der Wirtschaft hätten die Gewinne gedämpft.

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