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Trotz guter Nachrichten im Minus.

Gute Nachrichten kommen am Mittag von Time Warner und AOL. Die 126 Milliarden Dollar Übernahme ist von der amerikanischen Wettbewerbsbehörde genehmigt worden. Jetzt warten die Konzerne lediglich auf die Zulassung durch die amerikanische Medienaufsichtsbehörde FCC, die aber lediglich eine Formalität darstellt. Als Teil der Vereinbarung werden America Online und Time Warner ihre Kabelleitungen für Internetkonkurrenten öffnen. Des Weiteren wird das neue Unternehmen AOL Time Warner nur noch einen Internetprovider anbieten. Beide Aktien steigen nach Bekanntgabe der Genehmigung in die Höhe.

Die beiden Indizes dümpeln jedoch am Mittag im negativen Terrain. An der Wall Street erinnern wieder Gewinnwarnungen, die Investoren an eine abkühlende Wirtschaft. Auch das so langersehnte Ende des US-Wahlkampfs kann dem Markt heute so recht keinen Impuls geben. Die Aktien, die von der Präsidentschaft George W. Bushs profitieren könnten, halten sich auf dem Vortagesniveau. Viele Marktbeobachter sehen den Sieg Bushs bereits in die Aktien eingepreist.



J.P. Morgan und Chase Manhattan belasten den Finanzsektor. Beide Finanzinstitute werden die Erwartungen für das vierte Quartal nicht erfüllen können. Die Ergebnisse würden möglicherweise sogar unter den Geschäftsdaten des Vorquartals liegen. Im Durchschnitt werden die Gewinne beider Bankhäuser zehn Cents hinter den Erwartungen zurück bleiben. Beide Häuser begründeten die enttäuschende Lage mit den hohen Kosten. Insbesondere die Brokerbereiche der Unternehmen leiden unter der schwächeren Wirtschaftslage und der Zinsentwicklung. Gestern bereits hatte der Onlinebroker Charles Schwab seine Anleger gewarnt. Die Citigroup, Chase Manhattan, die im September dem Kauf von J.P. Morgan zugestimmt hatten, und J.P. Morgan verlieren an Wert.



DuPont

führt den Dow Jones Index mit Kursgewinnen an. Das weltgrößte Chemieunternehmen will seinen ertragsreichen Pharmabereich ausgliedern und ihn eventuell als eigenständiges Unternehmen an die Börse bringen.



Auch der Nasdaq Index notiert am Mittag im negativen Bereich. Adobe und Siebel drücken den Index in die Tiefe. Adobe notiert im Vorfeld der heute Abend anstehenden Quartalszahlen schwach. Morgan Stanley stufte die Aktie von "outperformer" auf "neutral" ab. In den Bereichen Heimcomputer und Drucker entwickeln sich das Geschäft nicht wie gewünscht. Salomon Smith Barney sagen Siebel Systems für die nächsten fünf Monate sinkendes Umsatzwachstum voraus. Den Anlegern gefällt das gar nicht. Siebel verliert um fünf Prozent.



Kursgewinne verbuchen die Nasdaqwerte Corning und Oracle. Der größte Hersteller von Glasfaserkabeln Corning verspricht den Anlegern, die Gewinnschätzungen für das kommende Quartal einhalten zu können.

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