Trotz guter US-Konjunkturdaten
Euro zieht weiter an

Der Euro zieht am Montagnachmittag trotz besser als erwartet ausgefallener US-Daten weiter an und steigt gegen 16.16 Uhr auf 1,1261 $. Ein Devisenanalyst verweist auf die US-Aktienmärkte, die in den vergangenen Tagen immer mehr Einfluss auf den Handel gewonnen hätten. Die Wall Street habe nicht nachhaltig auf die guten Konjunkturzahlen reagiert, so dass Investoren aus dem Dollar wieder in den Euro umgeschichtet hätten.

vwd/rtr FRANKFURT. Zudem habe es den Anschein, dass der Markt derzeit gute Konjunkturdaten zwar zur Kenntnis nehme, diese jedoch nicht einzuordnen vermag. Vor allem mit Blick auf die Sitzung der US-Notenbank Fed am Dienstag rückten jetzt die insgesamt eher negativ ausgefallenen Daten der vergangenen Wochen ins Bewusstsein der Anleger. "Zwar ist eine Zinssenkung wohl ausgeschlossen, jedoch könnte die Notenbank die Lage der US-Wirtschaft wieder negativer bewerten", sagt der Analyst weiter. Sollte dies in den kommenden Monaten eine weitere Zinssenkung zur Folge haben, werde der Euro auf Grund des dann noch stärkeren Zinsgefälles nachhaltiger steigen können.

"Es wird in dieser Woche mit dem Euro wohl weiter nach oben gehen. Der Aufwärtstrend des Euro ist so dominant, dass es schon nachhaltiger Ereignisse bedarf, um diesen zu stoppen", sagte Dorothea Huttanus, Devisenanalystin bei der DZ Bank. Auf Grund der Feiertage in Japan und Großbritannien fehlten aber Impulse für den Handel und das Volumen sei gering, fügte sie hinzu. Am Vormittag strichen einige Anleger Händlern zufolge ihre Gewinne der Vorwoche teilweise wieder ein und belasteten damit die europäische Gemeinschaftswährung.

Händlern zufolge blickten die Anleger in dieser Woche in erster Linie auf die Sitzungen der Notenbanken in den USA und Europa. Am Dienstag tagt der Offenmarktausschuss der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), am Donnerstag entscheidet der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) über die Höhe der Zinsen im Euroland. Allerdings erwarten Analysten weder von der Fed noch von der EZB eine Senkung der Leitzinsen. Naomi Fink, Devisenstrategin bei UBS Warburg in Singapur, sagte, nach der Fed-Sitzung werde die Aufmerksamkeit der Investoren wieder zurück auf die US-Fundamentaldaten schwenken. Der schwache Dollar-Trend werde anhalten, solange nicht wirklich starke US-Konjunkturdaten kämen, fügte sie hinzu.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%