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Trotz hoher Ölpreise - Teuerungsrate in Euro-Zone sinkt

Trotz der hohen Ölpreise hat sich der Preisauftrieb in der Euro-Zone und in der gesamten EU deutlich abgeschwächt: Die jährliche Inflationsrate sank im September auf 2,1 Prozent nach 2,3 Prozent im August.

dpa-afx LUXEMBURG/BRÜSSEL. Trotz der hohen Ölpreise hat sich der Preisauftrieb in der Euro-Zone und in der gesamten EU deutlich abgeschwächt: Die jährliche Inflationsrate sank im September auf 2,1 Prozent nach 2,3 Prozent im August. Dies teilte die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Montag in Luxemburg mit und korrigierte damit eine erste Vorabschätzung von Ende September um 0,1 Prozentpunkte nach unten. Die günstige Preisentwicklung bei Gemüse, Telekommunikationsdienstleistungen und Bekleidungsartikel glich den Höhenflug der Energiepreise teilweise aus.

Die Rate liegt allerdings seit Monaten über der Marke von zwei Prozent. Nur bei Raten bis oder nahe zwei Prozent ist nach den Regeln der Europäischen Zentralbank (EZB) Preisstabilität gewährleistet. Vor einem Jahr hatte die Rate in der Euro-Zone bei 2,2 Prozent gelegen, in der EU mit 25 Staaten bei 2,0 Prozent. Die monatliche Rate betrug im Euro-Gebiet mit den zwölf Staaten der Gemeinschaftswährung und in der EU im September jeweils 0,2 Prozent.

Ölpreis Bleibt Risiko

Die Zentralbank sieht den Ölpreis weiterhin als ein Risiko für die Inflationsentwicklung. Die jährliche Inflationsrate werde 2004 im Durchschnitt über der Zielmarke von 2,0 Prozent bleiben, hatte die Bank Anfang Oktober mitgeteilt. 2005 sollte die Inflation wieder unter 2,0 Prozent fallen.

Auf die höchsten Jahresraten in der Euro-Zone kamen im September Luxemburg mit 3,1 Prozent und Spanien mit 3,2 Prozent. Die niedrigste hatte Finnland mit 0,2 Prozent. Deutschland lag bei 1,9 Prozent - besser als der Durchschnitt der Euro-Zone.

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