Trotz Internet-Schwäche
Maschinenbau setzt weiter auf E-Commerce

koe FRANKFURT/M. Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer setzen trotz der Schwäche der Internetfirmen auf die elektronischen Geschäfte (E-Commerce). Das zeigen Äußerungen diverser Unternehmensvertreter während der Handelsblatt-Konferenz "Der Maschinen- und Anlagenbau im Aufbruch" zu Wochenbeginn in Frankfurt. "Wir haben uns bei unserer E-Business-Strategie nicht von der Internet-Euphorie leiten lassen, wir tun es auch nicht bei der jetzigen Ernüchterung", sagte Gisbert Rühl, Vorstandsmitglied der Babcock-Borsig AG. Letztlich helfe E-Business, die alten und verkrusteten Strukturen aufzubrechen, die es gerade im Anlagen- und Maschinenbau gebe, sagte Rühl.

Dabei sehen sich die Firmen der "Old Economy" nicht als die neuen Internet-Firmen. "Wir werden niemals unsere Großanlagen über das Internet verkaufen", erklärte Tyark Allers, Vorstandsvorsitzender der Thyssen-Krupp Engineering AG. E-Business wird vielmehr als Instrument verstanden, sich im Wettbewerb besser zu positionieren. "Technologische Wettbewerbsvorteile sind nur schwer zu realisieren. E-Business hilft dabei, sich von der Konkurrenz abzuheben", glaubt Rühl.

Zudem wollen die Unternehmen mit dem Instrument Internet Kosten senken. So investiert Babcock- Borsig bis 2003 jährlich rund 20 bis 25 Mill. Euro in E-Business und hofft ab 2003 auf Einsparungen in Höhe von 200 Mill. Euro per anno. Dabei spielt nicht nur der Einkauf etwa über Online-Marktplätze für die Maschinenbauer eine große Rolle. Auch die Abwicklung großer Projekte mit Zulieferfirmen und Kunden über das Computernetz - die so genannte "eCollaboration" - soll kräftig Geld sparen.

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