Trotz Krise der Luftfahrtbranche keine Entlassungen geplant
Airbus friert Produktion auf derzeitigem Stand ein

Der Flugzeughersteller Airbus Industrie will als Reaktion auf die Terroranschläge in den USA die Produktion auf dem derzeitigen Stand einfrieren. Zusätzliche Investitionen und die Einstellung neuer Mitarbeiter seien vorläufig gestoppt, teilte der Airbus-Mutterkonzern European Aeronautic Defence and Space Co (EADS) am Donnerstag bei Vorlage der Halbjahresbilanz mit.

vwd/rtr/dpa AMSTERDAM. Die Entwicklung des Airbus A 380 werde wie geplant fortgesetzt. Genaue Vorhersagen für die Auslieferungszahlen des Jahres 2002 und darüber hinaus seien derzeit noch nicht möglich. Trotz der Branchenkrise sollen bei Airbus im Gegensatz zum Konkurrenten Boeing keine Stellen abgebaut werden. Allerdings würden vorläufig auch keine neuen Mitarbeiter eingestellt. Boeing hatte die Entlassung von bis zu 30 000 Mitarbeitern angekündigt.

Für das laufende Jahr halte Airbus, die rund 71 % zum EADS-Umsatz beisteuern, an den Auslieferungsplänen von rund 320 Flugzeugen fest. Der größte europäische Luft- und Raumfahrtkonzern bekräftigte seine Prognosen für das laufende Jahr und geht weiter von einem Wachstum des Ergebnisses vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 15 % und von einem Umsatzplus von 20 % aus. EADS betonte, das Unternehmen habe sich aktiv auf die angespannte internationale Lage eingestellt. "Wir ergreifen alle angemssenen Maßnahmen, darunter das Einfrieren von Investitionen und Kapazitätsausweitungen, um weiterhin erfolgreich zu sein", erklärten die CEOs Philippe Camus und Rainer Hertrich.

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2001 erzielte der Luft- und Raumfahrtkonzern ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 764 (Vorjahr: 553) Millionen Euro, wobei Airbus zum erstenmal zu 100 % statt zu 80 % im Vorjahr konsolidiert wurde. Der Gewinn je Aktie in den ersten sechs Monaten lag bei 0,56 (-0,14) Euro.

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