Trotz Medienrummels
Beisetzung von Mutter Schumacher in aller Stille

An diesem Freitag ist der Besuch auf dem kleinen Friedhof am Rande des Dörfchens Manheim bei Kerpen tabu - die Stadt hat den Zutritt per Allgemeinverfügung verbieten lassen. Der Grund: Die Beerdigung von Elisabeth Schumacher, die Mutter der Formel-1-Piloten Michael und Ralf. Am Ostersonntag starb sie im Alter von 53 Jahren in der Kölner Universitätsklinik.

HB/dpa KERPEN. Die Schumachers wollen in aller Stille von ihrer Mutter Abschied nehmen, trotz eines Medienaufgebots von rund 60 Journalisten. "Wenn Ralf und Michael irgendwo auftauchen, ist natürlich immer viel los. Aber heute geht es doch um eine Beerdigung", kritisiert Sabine Kehm, Sprecherin Michael Schumachers, das große Medieninteresse. Einige Journalisten wollen bereits seit Dienstag auf dem Friedhof ausgeharrt haben.

"Wir finden das Medieninteresse in Ordnung. Die Öffentlichkeit muss informiert werden", sagen Vicky und Guy Adam. Die beiden Ferrari-Fans sind aus dem belgischen Nazareth in der Nähe von Gent angereist, um bei der Beerdigung zu sein. Über 300 Kilometer haben sie am Freitagmorgen deshalb zurückgelegt.

"Die Italiener haben großen Anteil an der Trauer von Michael und Ralf genommen. Sie haben es hoch geschätzt, dass sie trotz der Trauer am Rennen von Imola teil genommen haben", begründet der italienische Sportjournalist Marco Degli Innocenti, weshalb auch einige italienische Journalisten bereits seit Tagen auf dem Friedhof der kleinen Gemeinde sind.

Kaplan Berthold Schmelzer will die Schumacher-Brüder nicht dafür verurteilen, dass sie am Ostersonntag - dem Todestag ihrer Mutter - beim Großen Preis von Imola gestartet waren. "Jeder muss für sich alleine wissen, wie er für sich trauert. Das war ein Zeichen von Stärke und Willenskraft, am Wochenende noch das Rennen gefahren zu sein", sagt er vor dem Trauergottesdienst am Nachmittag.

Die Schumachers hatten erst am Vortag in einer Todesanzeige offiziell bekannt gegeben, dass die Beisetzung am Freitag sein soll, mit einem öffentlichen Seelenamt am Nachmittag. In der Kirche sitzen neben Bürgern und Journalisten auch Repräsentanten der Stadt Kerpen. Die Familie Schumacher hingegen bleibt am Nachmittag der Kirche fern.

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