Trotz negativer Unternehmensmeldungen
Wall-Street schließt freundlich

dpa NEW YORK. Der amerikanische Aktienmarkt begann die neue Börsenwoche mit Kurszuwächsen. Der Montagshandel schloss trotz neuer Negativ-Nachrichten von Unternehmensseite mit deutlichen Gewinnen.

Angeführt von Home Depot verzeichneten vor allem die Standardwerte an der Wall Street kräftige Kursaufschläge. Der Industriewerteindex Dow Jones kletterte bis Handelsschluss um 1,92 % und schloss mit einem Stand von 10 642,53 Punkten. Der marktbreitere S&P 500 legte 1,75 % auf 1 267,65 Zähler zu und der Wachstumsbörsen-Index Nasdaq Composite gewann 2,03 % auf 2 308,49 Zähler.

Der Aktienmarkt habe zu Wochenbeginn dort angeknüpft, wo er am vergangenen Freitag aufgehört habe, sagten Händler. Nachdem am Freitag der Chef-Ökonom von Bear Stearns und frühere Fed-Gouverneur, Wayne Angell, eine 60-prozentige Chance für einen Zinsschritt in dieser Woche ausgemacht hatte, zogen die Märkte deutlich an. Von dieser Fantasie sei die Börse getrieben worden, hieß es. Nun würden besonders die am morgigen Dienstag zu veröffentlichenden Zahlen zum Verbrauchervertrauen und die Rede von Notenbank-Chef Alan Greenspan vor dem US-Kongress am kommenden Mittwoch im Mittelpunkt der Investoren stehen.

Die Spekulationen über eine baldige Zinssenkung erhielten am Montag zudem neue Nahrung. Der Verkauf bestehender Häuser ist im Januar um 6,6% auf eine saisonbereinigte Jahresrate von 4,65 Mio. Einheiten gefallen. Der Rückgang der Hausverkäufe sei in dieser Höhe unerwartet gewesen, hieß es. Nach einer Prognose von Wall-Street-Ökonomen war für Januar eine Zunahme der Hausverkäufe um 2,0% erwartet worden. "Der Bericht wird für Beunruhigung sorgen, besonders bei der US-Notenbank", sagte David Lereah, Chefökonom des Verbandes der amerikanischen Immobilienmakler.

Zu den Tagesgewinnern gehörten Microsoft. Der Softwarekonzern befindet sich in einer zweitägigen Anhörungsphase vor dem Berufungsgericht. Microsoft stiegen 4,3 % auf 59,23. Auch die Einzelhändler Wal-Mart Stores und Home Depot legten zu.

Prominenter Verlierer waren Procter & Gamble, die 5 % einbüßten. Das Unternehmen gab für die zweite Jahreshälfte im Zusammenhang mit der Finanzkrise in der Türkei eine Gewinnwarnung heraus.

Im Rentenhandel stieg der Kurs 30-jähriger Staatsanleihen um 1/2 Punkt bei einer Rendite von 5,45 %. Die Feinunze Gold verteuerte sich um 4,70 $ auf 266,80 $.

Am Devisenmarkt fiel der Kurs des Euro zum Dollar auf 0,91175 $ nach 0,91810 am Freitag. Daraus ergibt sich für den $ zur D-Mark ein Kurs von 2,1451 DM (2,1312).

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