Trotz Pannen
Bundesregierung stützt weiter Leipzigs Olympia-Bewerbung

Trotz der vielen Pannen will die Bundesregierung den Olympia-Bewerber Leipzig weiter unterstützen. In Berlin sagte Regierung sprecher Bela Anda, die Regierung werde "das Nötige dazu beitragen, diese Unterstützung auch öffentlich zu machen". Ein konkretes Datum für das von Innenminister Otto Schily (SPD) angeregte Olympia-Gipfeltreffen gebe es bislang nicht.

HB BERLIN. Ein Sprecher Schilys betonte aber: "Es gibt kein Umdenken." Schily sei "überzeugt von der Bewerbung und möchte sie zum Erfolg führen".

Aus dem Bundeskanzleramt verlautet, dass der Gipfel lediglich ein Terminproblem für Gerhard Schröder sei. Vor allem die Fülle der politischen Verpflichtungen bis Weihnachten ließen nur schwer Raum für ein Olympia-Treffen. Gleichzeitig drängt der Aufsichtsrat der Olympia GmbH, einen Gipfel möglichst bald einzuberufen. Er würde in schwieriger Zeit den Willen der Bundesregierung unterstreichen, Leipzigs Bewerbung aus der Krise zu führen. Diesen Grund nannte auch Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) im Berliner "Tagesspiegel" (Dienstagausgabe) als Argument für einen Gipfel der Verantwortlichen von Sport, Politik und Industrie.

Leipzig unterstrich am Montag seine Absicht, zügig Rechenschaft über städtische Zahlungen an die frühere Bewerbergesellschaft abzulegen. "Wir hoffen, dass die Aufstellung bereits am Dienstag vorliegt", sagte Stadtsprecherin Kerstin Kirmes. Verantwortlichkeiten und Zeitpunkte will die Stadt aber erst nach Abschluss ihrer Prüfungen benennen. Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee (SPD) hatte am Wochenende erstmals Fehler bei der Olympia-Bewerbung eingeräumt.

Zwei Monate vor dem Abgabetermin des Fragebogens an das Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am 15. Januar steckt die Leipziger Bewerbung auch aus Sicht der Stadt in einer tiefen Krise. "Wir befinden uns auf hoher See", sagte Kirmes zum Rücktritt des Olympia-Beauftragten Burkhard Jung am Freitag. Gleichwohl sei in einer Konferenz der Stadträte mit Tiefensee am Montag beschlossen worden, an der "Vision und Chance" festzuhalten.

Mit Jung war nach dem Geschäftsführer der Olympia GmbH Dirk Thärichen und dem sächsischen Olympia-Staatssekretär Wolfram Köhler ein weiterer führender Vertreter aus dem Team der Organisatoren entfernt worden.

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