Trotz Pflichtpfand-Debatte
Aus dem Ausland kommt vor allem Dosenbier

Ungeachtet der Debatte um ein Pflichtpfand und die Umweltbilanzen von Verpackungen kaufen die Deutschen ausländisches Bier am liebsten in Dosen. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, wurden in der ersten Jahreshälfte mehr als 90 Mill. Liter und damit 62 % des Gerstensaftes aus dem Ausland in Büchsen importiert.

afp WIESBADEN. Spitzenreiter war Dänemark, von wo in den ersten sechs Monaten 37,3 Mill. Liter Dosenbier kamen. Das Paradoxe daran: In dem skandinavischen Land gibt es Faxe, Tuborg oder das Starkbier Carlsberg Elefant gar nicht in Dosen. Wegen strenger Auflagen werden die beliebten Biersorten nur in Flaschen abgefüllt; diese fallen angesichts hoher Alkoholsteuern zudem meist kleiner aus als in Deutschland.

Den Angaben zufolge exportierten nach Dänemark vor allem die Niederlande und Belgien eifrig Dosenbier nach Deutschland. Ausländisches Bier in Flaschen stammte mit 15,9 Mill. Liter von Budweiser bis Pilsener Urquell vor allem aus der Tschechischen Republik; hier folgten Dänemark und Belgien auf den Plätzen. Der Wiesbadener Behörde zufolge wurden insgesamt im ersten Halbjahr 146 Mill. Liter Bier nach Deutschland importiert.

Ausgeführt wurden 453,8 Mill. Liter. Dabei wurde nach Angaben der Statistiker Flaschenbier deutlich bevorzugt. "Im Ausland trinkt man deutsches Bier lieber aus Flaschen als aus Dosen", betonten die Experten. Wichtigstes Abnehmerland waren die USA mit 62,2 Mill. Liter vor Italien und Großbritannien. Deutsches Dosenbier ging vor allem ins Urlaubsland Spanien mit knapp 33 Mill. Liter, auf den Plätzen folgten Frankreich und Italien.

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