Trotz positiver Fundamentaldaten
RWI: Weiterer Kunjunktureinbruch bleibt möglich

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) sieht trotz erster positiver Fundamentaldaten die Gefahr eines weiteren Konjunktureinbruchs in Deutschland.

Reuters BERLIN. "Das Risiko einer Verschärfung der Rezession in den kommenden Monaten (ist) nicht unerheblich, zumal die Prognoseunsicherheit in Umschwungphasen beträchtlich ist", erklärte das Institut am Montag in Essen. Insbesondere bestehe die Gefahr, dass sich die Abwärtstendenzen in den großen Industrieländern gegenseitig verstärkten und somit die globale Nachfrage kumulativ weiter zurückgehe.

Die Grundstimmung sei jedoch positiv: "Das konjunkturelle Umfeld stellt sich im Prognosezeitraum insgesamt wieder günstiger dar." Ursache seien insbesondere die außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Auch entfalteten nun die expansiven Impulse der Geldpolitik des vergangenen Jahres ihre Wirkung. Zudem entwickelten sich die Lohnstückkosten wieder günstiger. Lediglich die Finanzpolitik wirke restriktiv. Nach der Zusage eines nahezu ausgeglichenen Gesamthaushalts im Jahr 2004 durch Finanzminister Hans Eichel (SPD) seien auch keine Möglichkeiten der Stimulierung mehr zu sehen.

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland werde jedoch auch im ersten Halbjahr 2002 noch schwach bleiben, erklärten die RWI-Konjunkturexperten weiter. Sie blieben aber bei ihrer Jahres-Wachstumsprognose von 0,8 % des Bruttoinlandsprodukts. Für 2003 rechne das RWI weiterhin mit 2,6 %.

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