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Trotz «Riesen-Angebots»: Kahn bleibt wegen WMDPA-Datum: 2004-07-14 14:06:02

München (dpa) - Fußball-Nationaltorhüter Oliver Kahn hat sich wegen der Weltmeisterschaft 2006 gegen «schnöden Mammon» und für den den FC Bayern München entschieden.

München (dpa) - Fußball-Nationaltorhüter Oliver Kahn hat sich wegen der Weltmeisterschaft 2006 gegen «schnöden Mammon» und für den den FC Bayern München entschieden.

Kahn bestätigte im Urlaub den bereits von Felix Magath verkündeten Beschluss, entgegen der vor Wochen geäußerten Wechsel-Überlegungen weiter beim deutschen Rekordmeister zu spielen. Beim Entspannen auf Sardinien hat sich Kahn gegen eine lukrative Offerte aus Asien entschieden. «Bei diesem Angebot aus Fernost hätte ich auf die WM aller Voraussicht nach verzichten müssen. Dieser Preis war mir zu hoch», sagte der 35-Jährige der erschienenen «Sport-Bild».

Der neue Bayern-Trainer Magath darf sich darauf freuen, mit seinen Stars Kahn und Michael Ballack auf Titel-Jagd gehen zu können. «Beide wollen noch mit dem FC Bayern Erfolge feiern und Titel gewinnen», so Magath, der sich bestätigt fühlte: «Ich habe immer gesagt, dass ich mit Oliver Kahn rechne.» Kahn hatte während der Europameisterschaft trotz seines bis 2006 laufenden Vertrags mit Wechselambitionen überrascht.

Nach «Sport-Bild»-Angaben lag dem Torhüter ein Angebot aus Japan über 7,5 Millionen Euro netto jährlich vor, angeblich dem doppelten seines bisherigen Gehalts. «Ich hatte ein Riesen-Angebot aus Asien. Eine Offerte, die finanziell so wahnsinnig lukrativ war, dass ich mir das gut durch den Kopf gehen lassen musste», sagte Kahn der Zeitung «tz». Bei einem Wechsel nach Japan wäre er eigenen Angaben zu Folge aus der Nationalmannschaft zurückgetreten.

«Ich habe es nicht nötig, mich für den schnöden Mammon zu entscheiden. Ich nage alles andere als am Hungertuch», erklärte er. «Es geht im Leben immer darum, eine Mischung zu finden zwischen Materiellem und dem, was einem am Herzen und der Seele am nächsten liegt. Und das ist einfach noch die Weltmeisterschaft 2006», sagte Kahn, der bei den Münchnern Topverdiener ist. Jedoch gab er zu: «Wenn das Angebot aus Europa gewesen wäre, wenn ich dort irgendwo das Doppelte verdient hätte wie bei Bayern, hätte ich das höchstwahrscheinlich angenommen.»

Bis zur WM im eigenen Land will Kahn alles dem Erfolg unterordnen; sogar die Bundestrainer-Debatte lässt ihn offenbar kalt. Er habe nie ein Problem mit dem Trainer gehabt. «Weil ich immer das wollte, was die Trainer auch wollen: Den Erfolg. Deshalb ist es mir relativ wurscht, wer Bundestrainer wird. Mein Ziel ist es, Weltmeister zu werden.» Auch bei Bayern sei er «hungrig» auf Titel.

Kahn darf wie Ballack einige Tage länger als die meisten Mitspieler im Urlaub bleiben. Am Montag erwartet Magath die beiden zurück. Im Umgang mit Kahn will Magath kein «Quälix» sein: «Ältere Spieler brauchen mehr Urlaub und müssen in der Vorbereitung nicht mehr so viel machen.»

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