Trotz schwacher Konjunktur zweitbestes Ergebnis erzielt
Voestalpine setzt Maßstäbe in der Stahlbranche

Mit Österreichs größtem Stahlhersteller Voestalpine AG geht es voran. Vorstandschef Franz Struzl erwartet nach den guten Resultaten im Vorjahr für 2003/2004 erneut ein leichtes Plus bei Umsatz und Ergebnis. Die Aktie, seit April um ein Viertel teurer geworden, war gestern der größte Gewinner an der Wiener Börse.

DÜSSELDORF. Im abgelaufenen Geschäftsjahr, das am 31. März endete, hat Voestalpine trotz schwacher Konjunktur das zweitbeste Ergebnis in der Firmengeschichte erzielt - vor allem dank der höheren Stahlpreise, die seit April 2002 in mehreren Schritten kräftig gestiegen sind. Negativ wirkte sich dagegen die Abschreibung auf eine Beteiligung aus.

Der Umsatz stieg um 31 % auf 4,39 Mrd. Euro, wobei das Wachstum aber zu 90 % auf das Konto von Zukäufen geht. Noch deutlicher als die Erlöse verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit), das um 39,8 % auf 223 Mill. Euro zunahm. Der Jahresüberschuss stieg im Vergleich zum Vorjahr um 42,1 % auf 78 Mill. Euro. Gleichwohl sollen die Aktionäre eine - seit drei Jahren - unveränderte Dividende von 1,20 Euro je Aktie erhalten.

Das ehemalige Staatsunternehmen Voestalpine war 1995 mehrheitlich privatisiert werden. Acht Jahre später gehört es nach Ansicht von Branchenkennern zu den profitabelsten Flachstahlherstellern in Europa, an denen sich sogar der deutlich größere deutsche Konkurrent Thyssen-Krupp misst. Im April hat die Regierung in Wien angekündigt, auch ihre restlichen Aktien zu verkaufen. Das hatte dem Stahlpapier mächtig Auftrieb gegeben; der Kurs zog bis auf 30 Euro an. Die staatliche österreichische Industrieholding AG (ÖIAG) hält noch 34,7 %.

Das Aktienpaket (19,05 %) an dem Anlagenbauer VA Technologie AG hat Voestalpine im Mai verkauft. Erwerber ist eine Investorengruppe um den österreichischen Industriellen Mirko Kovats. Die Abwertung der Beteiligung an der früheren Konzernschwester hatte das Ergebnis von Voestalpine im abgelaufenen Geschäftsjahr mit knapp 40 Mill. Euro vor Steuern belastet.

Markus Hennes
Markus Hennes
Handelsblatt / Teamleiter Sport
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