Trotz steigender Studentenzahlen
Fachkräftemangel in der Mikroelektronik verschärft sich

Der Mangel an qualifizierten Fachkräften in Deutschland wird sich weiter verschärfen und dadurch zu einer Beeinträchtigung der Position der deutschen Mikroelektronik-Industrie führen. Trotz steigender Zahlen an Studienanfängern in der Elektro- und Informationstechnik sei ein weiterer Mangel an Elektroingenieuren und IT-Experten zu befürchten, erklärte der VDE Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik am Montag auf der Hannover Messe.

vwd HANNOVER. Die Gesamtzahl der Studierenden sei "viel zu gering", um den künftigen Bedarf in diesen Schlüsseltechnologien decken zu können. "Und die Bedarfssituation wird sich weiter verschärfen", so der VDE.

Die gravierende Lücke könne auch nicht durch zweistellige Zuwachsraten in der Informatik auf 24 000 Studienanfänger kompensiert werden, da die beruflichen Schwerpunkte zu unterschiedlich seien, hieß es. Der Tiefpunkt der Entwicklung sei im kommenden Jahr erreicht. Dann würden einem Mindestbedarf von rund 13 000 Elektroingenieuren lediglich rund 6 500 Absolventen gegenüber stehen. Auch die Anwerbung von IT-Spezialisten aus dem Ausland könne nicht verhindern, dass der sich verschärfende Mangel an Fachkräften eine "erhebliche Gefährdung" des Innovationspotentials am Standort Deutschland darstelle, obwohl sich die Position Deutschlands in der Mikroelektronik in den vergangenen Jahren gefestigt habe. Die so genannte Greencard sei "ein Tropfen auf den heißen Stein".

Der Weltmarkt für Mikroelektronik verzeichnet dabei den Angaben zufolge ein rasantes Wachstum. Im vergangenen Jahr habe der Markt um 37 % auf 204 Mrd. Dollar zugelegt. Auf Europa sei dabei mit 42,3 Mrd. Dollar ein Anteil von rund 21 % entfallen. Für das laufende Jahr sei bei Mikrochips auf Grund des Lagerabbaus zwar mit einem deutlichen geringeren Wachstums von nur noch 4,6 % zu rechnen. Ab 2003 sei dann aber wieder mit zweistelligen Zuwachsraten zu rechnen. Bis 2005 werde der weltweite Halbleitermarkt voraussichlich auf 350 Mrd. Dollar anschwellen.

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