Trotz US-Drucks
Fischer für Fortsetzung der Irak-Inspektionen

Bundesaußenminister Joschka Fischer hat sich trotz des Drängens der USA auf eine schnelle Entscheidung im Irak-Konflikt erneut für die Fortsetzung der Uno-Waffeninspektionen ausgesprochen. Der Erfolg der Inspektionen hänge ganz entscheidend von der Kooperation der irakischen Führung ab, sagte Fischer am Mittwoch im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (Uno) in New York.

Reuters NEW YORK. Dort hatte zuvor US-Außenminister Colin Powell den Vorwurf bekräftigt, Irak verstecke Waffen, täusche die Uno-Inspekteure und unterhalte Verbindungen zur Extremisten-Organisation El Kaida, die die USA für die Anschläge vom 11. September verantwortlich machen. Fischer verwies auf die Rede des französischen Außenministers Dominique de Villepin, der sich für eine Stärkung der Inspektionen angesichts der mangelnden Kooperation Iraks ausgesprochen hatte.

Wie Frankreich und Deutschland hatten sich zuvor auch Vertreter Chinas und Russlands für eine Fortsetzung der Inspektionen als Weg ausgesprochen, den Konflikt friedlich zu lösen. Die US-Forderung nach einer baldigen Entscheidung war dagegen vom britischen Außenminister Jack Straw unterstützt worden. Die USA und Großbritannien haben zwar weiteren Inspektionen zugestimmt, wollen Irak aber nur noch wenige Wochen Zeit lassen, die Abrüstungsauflagen der Uno zu erfüllen.

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