Trotz Verlust von Kreditrahmen
RTV sieht keinen Liquiditätsengpass

Nach der Kündigung eines Kreditrahmens durch die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) sieht der Kinderprogramm-Produzent und-händler RTV Family Entertainment keinen Liquiditätsengpass.

Reuters MÜNCHEN. Die ÖVAG habe Anfang Mai einen von RTV bislang nicht genutzten Kreditrahmen in Höhe von fünf Millionen Euro einseitig gekündigt, teilte die am Neuen Markt gelistete Gesellschaft am Mittwoch mit. "Wir glauben, dass die Kündigung nicht rechtswirksam ist", sagte RTV-Sprecher Torsten Weihrich dazu.

Einen Liquiditätsengpass befürchte er nicht. "Ich kann mit relativ großer Sicherheit sagen, dass wir die in den nächsten zwei Monaten benötigten Mittel von zwei bis drei Millionen Euro bekommen", sagte er.

RTV verhandele derzeit mit dem Bankenkonsortium und dem Hauptaktionär Ravensburger AG, der knapp 59 % der Anteile an RTV hält, ob diese den weggefallenen Kreditrahmen bis zur endgültigen rechtlichen Klärung übernehmen. Die Banken und Ravensburger hätten RTV zugesichert, die bis zum Ende der Verhandlungen benötigte Liquidität kurzfristig zur Verfügung zu stellen.

Das Engagement mit dem inzwischen insolventen Medienunternehmen KirchMedia habe indes im ersten Quartal 2002 zu einem geringeren operativen Gewinn geführt, hieß es weiter. Wegen möglicherweise uneinbringlicher Forderungen gegenüber KirchMedia seien eine Einzelwertberichtigung sowie Rückstellungen in Höhe von 0,61 Millionen ? verbucht worden.

Vor Zinsen und Steuern sei der Gewinn (Ebit) somit auf 0,18 Mill. ? von 0,4 Mill. ? im Vorjahreszeitraum gesunken. Der Umsatz habe dagegen um 14 Prozent auf 13,2 Mill. ? zugelegt. Für 2002 erwartet RTV Weihrich zufolge wegen des anhaltend schwachen Medienmarktes einen stagnierenden Umsatz von rund 60 Mill. ?.

Die RTV-Aktien fielen in einem festeren Gesamtmarkt zeitweise um rund zehn Prozent auf ein Jahrestief von 1,10 ?.

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