Trotz Waffenstillstandsangebot
Mindestens 22 Tote bei Armeeoffensive im Norden Sri Lankas

dpa COLOMBO. Trotz eines Waffenstillstandsangebots tamilischer Rebellen hat die Armee Sri Lankas ihre Serie von Offensiven im Norden des Landes fortgesetzt. Bei Kämpfen um Muhamalai kamen in der Nacht zum Dienstag mindestens 20 Rebellen und zwei Soldaten ums Leben. Das teilte das Militär mit. Wegen einer Zensur durch die Regierung ist eine unabhängige Berichterstattung nicht möglich. Die Streitkräfte setzten auch die Luftwaffe gegen die "Befreiungstiger von Tamil Eelam" (LTTE) ein.

Die LTTE hatten vor einem Monat eine einseitige Feuerpause verkündet. Die Regierung verlangt aber Verhandlungen als Voraussetzung für einen Waffenstillstand. In den vergangenen Wochen hat das Militär vor allem auf der nördlichen Halbinsel Jaffna Geländegewinne gemeldet. Die LTTE kämpft seit 1983 für einen eigenen Staat der tamilischen Minderheit in Sri Lanka. Bislang kamen 67 000 Menschen ums Leben.

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