Trotz Zuwachs
Internet-Shopping kann Einkaufsbummel nicht verdrängen

Eine wachsende Zahl von Verbrauchern tätigt Einkäufe im Internet. Der Anteil am Gesamtumsatz hält sich aber deutlich in Grenzen.

ddp/vwd BERLIN. Nach Angaben des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE) vom Mittwoch werden die Kunden allein im laufenden Weihnachtsgeschäft gut 978 Mill. DM (500 Mill. Euro) für Geschenke aus dem Internet ausgeben. Der Online-Handel werde damit in diesem Jahr mindestens zehn Prozent seines Jahresumsatzes im Weihnachtsgeschäft erzielen, erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Holger Wenzel in Berlin.

In diesem Jahr nutzen nach HDE-Angaben bereits über 70 % der Einzelhandelsbetriebe das Internet für gewerbliche Zwecke. Etwa 25 % bieten ihren Kunden Waren und Dienstleistungen auf diesem Weg an. Wenzel hob hervor, dass in diesem Jahr etwa ein Drittel mehr Geschäfte im Bereich Online-Shopping aktiv sind als im Vorjahr. Der dabei erzielte Jahresumsatz werde auf etwa 9,8 Mrd. DM steigen.

Dies entspreche einem Anteil am gesamten Einzelhandelsumsatz von rund ein Prozent. Das sei gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um etwa 100 %. Für die kommenden Jahre sei aber mit einem flacheren Wachstum zu rechnen. Für 2002 erwartet der HDE im Online-Shopping Umsätze in Höhe von 16,6 Mrd. DM. Der Anteil am gesamten Einzelhandelsumsatz dürfte dann bei etwa 1,6 % liegen.

Dies macht nach Einschätzung des HDE deutlich, dass die große Mehrheit der Verbraucher nach wie vor die reale Einkaufswelt und den damit verbundenen Bummel schätzt. Zudem zeigen sich von Branche zu Branche deutliche Unterschiede. So lag der Umsatzanteil des Online-Handels im Lebensmittelbereich im vergangenen Jahr bei unter 0,15 %, im Bekleidungsbereich bei knapp 0,5 % und im Handel mit Produkten der Konsumelektronik bei weniger als einem Prozent. Selbst bei Warengruppen, die sich besonders gut über das Internet verkaufen lassen, werden nur selten Anteile von über zwei Prozent am Gesamtumsatz erzielt, unterstrich Wenzel. Auch auf lange Sicht werde der virtuelle Handel den stationären keineswegs verdrängen.

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