Trotzdem mit Gewinn: Daimler-Chrysler verkauft eine Million Autos

Trotzdem mit Gewinn
Daimler-Chrysler verkauft eine Million Autos

Der Autohersteller Daimler-Chrysler hat im ersten Quartal 2003 wegen der schwachen Autokonjunktur deutlich weniger Fahrzeuge abgesetzt als im Vorjahr. Der Absatz sei um fünf Prozent auf weltweit eine Million Fahrzeuge gesunken, gab der Stuttgarter Konzern am Donnerstag bekannt.

Reuters STUTTGART. Der deutsch-amerikanische Autohersteller Daimler Chrysler hat im ersten Quartal trotz rückläufiger Verkaufszahlen unter dem Strich deutlich besser abgeschnitten als erwartet.

Das operative Ergebnis habe in den ersten drei Monaten 1,4 Milliarden Euro betragen und damit den um alle Einmaleffekte bereinigten Vorjahreswert um 38 Prozent übertroffen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Stuttgart mit. Die hoch gesteckten Erwartungen für die US-Tochter Chrysler versuchte der Konzern zu bremsen: Angesichts des scharfen Wettbewerbs in den USA werde es in diesem Jahr "schwierig werden, das Operating-Profit-Ziel von zwei Milliarden Dollar vor Strukturmaßnahmen zu erreichen". Die US-Tochter werde ihre Spar-Bemühungen noch verstärken. Das 2002 erzielte operative Ergebnis im Konzern von 5,8 Milliarden Euro soll aber 2003 übertroffen werden. Die Aktie gab um drei Prozent auf 29,84 Euro nach.

Ein Daimler Chrysler-Sprecher sagte, das Unternehmen habe wegen der verschärften Vorschriften der US-Börsenaufsicht SEC auf Bereinigungen verzichtet. Der Abschluss der Sanierung von Chrysler sollte 2003 noch einmal bis zu 400 Millionen Euro an Sonderbelastungen verursachen. Von Reuters befragte Analysten hatten das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis im ersten Quartal im Durchschnitt auf 1,19 Milliarden Euro geschätzt. Das Ergebnis nach Steuern lag bei 588 (2001 ohne Einmaleffekte 497, mit Einmaleffekten 2.503) Millionen Euro.

Der Konzernumsatz von Daimler Chrysler ging im ersten Quartal vor allem wegen des Verfalls des Dollar um neun Prozent auf 33,7 Milliarden Euro zurück. Bereinigt um Währungseffekte hätte ein Zuwachs um zwei Prozent zu Buche gestanden. Während Mercedes den Sparten-Umsatz um vier Prozent trotz stagnierender Absatzzahlen steigerte, führte die Umrechnung in Euro bei Chrysler zu einem Umsatzeinbruch um mehr als ein Fünftel. Die Absatzzahlen gingen im Konzern um fünf Prozent auf eine Million Einheiten zurück, bei Chrysler gingen die Verkäufe um acht Prozent zurück.

Operative Fortschritte machte Daimler Chrysler vor allem im Dienstleistungsgeschäft, dessen Gewinn auf 419 Millionen Euro im Vergleich zum bereinigten Vorjahreswert nach oben schnellte. Die US-Tochter Chrysler behauptete sich mit 152 (Vorjahr: minus 187) Millionen Euro trotz des Gegenwinds auf dem heimischen Markt in der Gewinnzone, die Mercedes Car Group verbesserte das operative Ergebnis auf 688 von 653 Millionen Euro. Die Nutzfahrzeug-Sparte schrieb mit 14 (minus 85) Millionen Euro knapp schwarze Zahlen.

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