Trotzdem Optimismus für das Jahr 2001
Heidelberger Zement leidet unter rückläufiger Baukonjunktur

Die Heidelberger Zement AG teilte mit, dass der Umsatz in West- und Zentraleuropa um 6,5 % auf 1,51 Mrd. Euro geschrumpft sei.

ddp/vwd HEIDELBERG. Die Heidelberger Zement AG hat im vergangenen Jahr unter der rückläufigen Baukonjunktur in Deutschland gelitten. Der Umsatz in der Region Zentraleuropa-West sei um 6,5 % auf 1,51 Mrd. Euro (2,95 Mrd. DM) geschrumpft, teilte das Unternehmen am Montag in seinem Aktionärszwischenbericht mit. Die noch Anfang vergangenen Jahres erwartete Erholung der Bauwirtschaft insbesondere in den alten Bundesländern sei ausgeblieben, die Bauinvestitionen deutschlandweit um 2,5 % zurückgegangen. Dennoch blickt das Unternehmen wegen der überwiegend positiven Ergebnisse und Aussichten im Ausland, speziell in Ost- und Südosteuropa sowie Nordamerika, optimistisch auf das Jahr 2001.

Heidelzement erwarb Mehrheitsbeteiligungen an Unternehmen in Rumänien und Bosnien-Herzegowina und erweiterte sein Engagement in Afrika und Südostasien, hieß es weiter. Neue Transportbetonstandorte in Polen, Ungarn und der Tschechischen Republik hätten dort zum Ausbau der führenden Marktposition beigetragen. Stabiles Wachstum sei in Belgien, den Niederlanden, Großbritannien und Nordeuropa zu verzeichnen.

Umsatzstärkste Region blieb Nordamerika trotz der sich verlangsamenden Konjunktur. Die anhaltend starke Nachfrage beim Wirtschafts- und öffentlichen Bau erhöhte den Zement- und Klinkerabsatz um 1,4 % auf das Rekordniveau von 12,1 Mill. Tonnen. Fünf Standorte wurden im US-Staat Alabama erworben.

Zukunftsmärkte Türkei, Afrika und Asien

Im Aufwind sieht Heidelberger Zement die Zukunftsmärkte in Afrika, Asien und der Türkei. Der Konzern ist in elf Staaten südlich der Sahara aktiv. Der geplante Neubau eines Werk in Südchina werde den Markt schnell wachsen lassen. Dasselbe werde mittelfristig für die Türkei, speziell in den von den Erdbeben betroffenen Gebieten, erwartet. In Singapur errichtete die Heidelberger Zement AG eine eigene Niederlassung, um der wachsenden Bedeutung des asiatischern Raums gerecht zu werden.

Die konjunkturellen Rahmenbedingungen in den meisten Ländern der Geschäftsregionen schätzt der Beton- und Zementproduzent günstig ein. Der Gesamtumsatz erhöhte sich 2000 gegenüber dem Vorjahr um 6,6 % auf 6,8 Mrd. Euro (13,3 Mrd. DM). Der konzernweite Zement- und Klinkerabsatz nahm um 2,9 % auf 46,5 Mill. Tonnen zu. Im Durchschnitt waren im vergangenen Jahr 36 472 Mitarbeiter (1999: 38 327 Mitarbeiter) beschäftigt. Rationalisierungen in Osteuropa und teils nicht konsolidierte Unternehmen in Westeuropa seien Grund für den Stellenabbau. Die Investitionen verringerten sich von 4,49 Mrd. Euro im Vorjahr auf 1,08 Mrd. Euro. 1999 sei allerdings ein Jahr mit "großen Expansionsschritten" gewesen.

Hervorstechend sei vor allem die Umsatzerhöhung um 16,5 % auf 1,33 Mrd. Euro in Ost- und Südosteuropa. Vor allem auf Grund deutlich gestiegener Exporte nahm der gesamte Zement- und Klinkerabsatz in die USA und nach Afrika um 8,4 % auf 5,2 Mill. Tonnen zu. Der Gesamtumsatz in Nordamerika stieg um 13,1 % auf 1,91 Mrd. Euro.

Der Vorstand der Heidelberger Zement AG will eine Erhöhung der Dividende für das Geschäftsjahr auf 1,15 Euro je Stammaktie und 1,26 Euro je Vorzugsaktie auf der Bilanzsitzung im April vorschlagen.

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