Trotzdem zuversichtlich
Parsytec mit Verlust im dritten Quartal

Der Softwareanbieter für Oberflächen-Qualitätskontrolle Parsytec AG hat im dritten Quartal bei Umsatzrückgängen einen Verlust verbucht, ist aber zuversichtlich die Ertragswende noch in diesem Jahr zu erreichen. Der Umsatz sei auf 3,2 (Vorjahr 11,1) Mill. Euro gesunken, teilte das am Neuen Markt gelistete Unternehmen am Dienstag mit.

Reuters AACHEN. Der Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) wurde mit 4,7 Mill. Euro beziffert nach einem Gewinn von 1,7 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum. Es gebe aber erste Anzeichen einer Auftragsbelebung. Sollte sich dies fortsetzen, könne die Ertragswende im vierten Quartal erreicht werden, hieß es weiter. Für 2002 kündigte Parsytec ein Umsatzwachstum von 30 bis 50 % und die Rückkehr zur Profitabilität an. Kumuliert ergab sich in den ersten neun Monaten nach den Angaben ein Umsatz von 17,8 (35,0) Mill. Euro und ein negatives Ebit von 14,0 (plus 4,8) Mill. Euro.

Parsytec sieht nach eigenen Angaben erste Anzeichen einer Normalisierung der Marktverfassung. Insgesamt seien im dritten Quartal weltweit acht Aufträge für Stahl-Oberflächen-Inspektionssysteme vergeben worden, von denen Parsytec sechs erhalten habe. Zudem habe sich das Unternehmen mit Sidmar über die endgültige Abwicklung eines Auftragsstornos vom Juni 2001 geeinigt. In einer gemeinsamen Erklärung habe Sidmar die von Parsytec erreichten Entwicklungen der Oberflächeninspektions-Technologie bestätigt. Sowohl Parsytec als auch Sidmar bekräftigten ihre Absicht einer zukünftig erneuten Zusammenarbeit, wenn neue Technologien und Fortschritte der Computertechnik verfügbar würden.

Analysten schätzten die Zukunft von Parsytec wieder positiver ein. Zum einen seien im dritten Quartal die Zahlen punktgenau getroffen worden. Darüber hinaus sei die Einigung mit Sidmar positiv und ermögliche künftige Aufträge, sagte eine Expertin der HypoVereinsbank. Angesichts dessen werde das Institut von seiner derzeitigen Verkaufsempfehlung für die Aktie möglicherweise abrücken und das Papier hoch stufen.

Die Aktie war nach dem Auftragsstorno und der anschließenden Rücknahme der Jahresplanung im Sommer eingebrochen. Am Dienstagmorgen notierte sie mit 5,60 Euro, 2,19 % im Plus. Im Februar wurden die Papiere noch zu 50 Euro gehandelt.

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