Trübe Aussichten im Automobilsektor
Deutsche Börsen blicken in die USA

Die Aktien an der Frankfurter Börse starten den Handel am Montag mit sehr schwachen Vorgaben aus Tokio. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte ist erneut unter die psychologisch wichtige 10 000er Marke gefallen. Zudem werden am heutigen Montag wieder die US-Aktienmärkte eröffnen. Diese hatten nach den Attentaten in New York und Washington fast eine Woche lang geschlossen. Experten rechnen mit zunächst massiven Kursverlusten, aber auch mit einer relativ schnellen Erholung.

dpa-afx FRANKFURT. Frankfurter Händler erwarten Rekordumsätze in den USA. Bis zur Eröffnung der Börsen an der Wall Street werde der Frankfurter Handel wohl zurückhaltend verlaufen. "Wir hängen am Tropf von Amerika, und wir werden uns sehr genau danach richten, was uns die US-Börsen vorgeben", sagte Fidel Helmer von Hauck & Aufhäuser Privatbankiers.

Die Wertpapierexperten von Lang & Schwarz sehen den Dax behauptet. Im vorbörslichen Handel bis 8.30 Uhr stellten sie den Leitindex mit 4 101 Punkten fest. Am Freitag hatte der Standardwerte-Index 6,29 % auf 4 115,98 Punkte verloren. Am Neuen Markt fiel der NEMAX 50 um 3,88 % auf 824,51 Zähler. Der MDAX der 70 mittleren Werte lag bei 3 965,68 Stellen - ein Minus von 2,94 %.

Unter den Einzelwerten dürften Deutsche Bank eventuell von Interesse sein. Das größte deutsche Finanzhaus will seine Vorstandsspitze umbauen.

Unter Druck geraten könnten erneut Lufthansa-Aktien , die bereits in der vergangenen Woche massiv verloren hatten. Als Antwort auf dramatische Buchungsrückgänge nach den Terroranschlägen will die US-Fluggesellschaft Continental Airlines 20 % ihrer Flüge streichen und 12 000 Arbeitsplätze streichen. Darüber hinaus kommen auf die Fluggesellschaften zusätzliche Kosten für schärfe Sicherheitsmaßnahmen zu.

Auch T-Aktie dürfte im Fokus stehen

Im Fokus dürften auch die T-Aktien stehen. Der Hongkonger Telekomkonzern Hutchison Whampoa steht Angaben seines Großaktionärs Cannin Fok nach "im engen Kontakt" mit der Deutschen Telekom über einen möglichen Verkauf weiterer T-Aktien. "Ich habe Telekom-Chef Ron Sommer eingeladen, mit uns das weitere Vorgehen zu besprechen", sagte Fok der "Welt am Sonntag". Details könne er derzeit aber nicht öffentlich diskutieren.

Trübe sieht es auch im Automobilsektor aus. Der US-Fahrzeugkonzern Ford erwartet als Folge der Terroranschläge einen niedrigeren Gewinn und kündigte zugleich eine Produktionsdrosselung an. Im dritten Quartal werde der Gewinn je Aktie (EPS) vor Einmalbelastungen unter den zuvor prognostizierten zehn US-Cent ausfallen, teilte Ford am Freitagabend in Dearborn mit.

Unter den Versorgern will die RWE AG die ausstehenden Anteile der American Water Works Company für 46 $ je Aktie übernehmen. Der Preis entspreche einer Prämie von 36,5 % zum durchschnittlichen Aktienkurs der vergangenen 30 Tage, teilte der Energieversorger am Montag in Essen mit.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%