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Trübe Stimmung an der Wall Street

An der Wall Street herrscht mal wieder Gewitterstimmung. Von Frühlingsgefühlen ist nicht viel zu spüren. Eine Vielzahl verschiedener Nachrichten belastet die Märkte. Neben neuen Wirtschaftsdaten sind es Gewinnwarnungen, Stellenkürzungen und pessimistische Prognosen, die Investoren und Anlegern auf das Gemüt schlagen und zu Aktienverkäufen führen.

Während der Dow Jones Index den Handelstag am Montag mit einem Verlust von 1,1 Prozent beschloss, notierte der Nasdaq Index zwischenzeitlich auf dem niedrigsten Stand seit 29 Monaten und beendete den Handelstag mit einem Verlust von 3,4 Prozent unter der Marke von 1800 Punkten.

Die Hoffnung auf eine weitere Zinssenkung durch die US-Notenbank rückte am Montag für die Anleger erneut in weite Ferne. Der NAPM-Erzeugerindex stieg im März auf 43,1 Punkte und liegt damit über den Erwartungen der Analysten. Im Vormonat notierte der Index noch bei 41,9 Punkten. Investoren freuen sich zwar zum Einen, dass sich die Nachfrage im Bereich der verarbeitenden Industrie nachhaltig erholt. Doch macht jedes Anzeichen darauf, dass sich die US-Wirtschaft wieder erholt, einen weiteren Zinsschritt der US-Notenbank überflüssig.

Zu den größten Dow Jones Verlierern gehörte am Montag American Express. Nachdem das Kreditkarteninstitut zum Ende der vergangenen Woche noch von Fusionsspekulationen profitieren konnte, schockte American Express die Anleger am Montag mit einer Gewinnwarnung. Der Gewinn soll im ersten Quartal rund 18 Prozent niedriger ausfallen als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Damals hatte American Express noch einen Gewinn von 48 Cents pro Aktie erwirtschaftet. Analysten hatten für das erste Quartal einen Ertrag von 51 Cents pro Aktie erwartet. Die Aktie verlor rund 3,6 Prozent an Wert. Konkurrent Citigroup gehört dagegen zu den größten Dow Jones Gewinnern.

Abwärts ging es zum Wochenanfang für eine Vielzahl von Sektoren. Neben den Biotechnologieunternehmen verloren auch die Chipaktien kräftig an Wert. Brokerhaus Lehman Brothers belastete den Biotechnologiesektor am Montag mit negativen Kommentaren und stuften die Aktien von MedImmune, Biogen und Genentech ab. Die Aktien seien nach wie vor zu hoch bewertet, so die Analysten.

Eine Reihe von Chipwerten fielen am Montag auf neuen Jahrestiefständen. Laut Analysten werde sich die Nachfragesituation auf dem Markt für Halbleiter qweiterhin verschlechtern und die Preise für DRAM-Chips würden weite unter Druck geraten. Neben Xilinx, Broadcom und PMC-Sierra notierten auch Texas Instrument und Conexant auf ihrem 52 Wochentief. Glasfaserkonzern JDS Uniphase und ADC Telecommunications zog es ebenfalls auf ihre Jahrestiefstände.

Erfreulich gut erging es dagegen dem Chemiesektor. Brokerhaus J.P. Morgan unterstützt den Sektor mit positiven Kommentaren. Chemieunternehmen seien traditionell die ersten Unternehmen, die von einer Erholung der US-Wirtschaft profitieren werden. Obwohl DuPont am Morgen noch die Entlassung von rund 4000 Mitarbeitern bekannt gegeben hatte, legte der Wert rund Prozent an Wert. DuPont konnte an Wert zulegen. Auch die Konkurrenten Dow Chemical, Imperial Chemical Industries und PPG Industries kletterten in die Gewinnzone.

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