Trug Poststempel aus Zürich
Brief in Chile positiv auf Milzbrand getestet

In Chile ist erstmals seit der Milzbrandwelle in den USA ein Brief positiv auf Anthrax getestet worden. Wie die Regierung am Montag bekannt gab, kam die betroffene Postsendung von einer amerikanischen Firma aus der Schweiz.

ap SANTIAGO/WASHINGTON. Der Brief war mit einem Poststempel aus Zürich versehen, seine Herkunft war aber zunächt nicht bekannt.

Die Person, die den Brief öffnete, sowie zwölf weitere Menschen wurden vorsorglich mit Antibiotika behandelt, es sei aber niemand positiv auf Anthrax getestet worden, hieß es. Seit den ersten Milzbrandfällen in den USA wurden in Chile 368 verdächtige Briefe getestet, das Untersuchungsergebnis vom Montag ist das erste positive.

Unterdessen erklärte die US-Bundeskriminalpolizei FBI, dass die Milzbrandbriefe an die Senatoren Tom Daschle und Patrick Leahy wahrscheinlich von derselben Person verschickt wurden. Beide Schreiben trugen die gleiche Handschrift und wurden am 9.Oktober in Trenton im US-Staat New Jersey abgestempelt. Der Brief an Leahy wurde am Freitag in einem Stapel bislang ungeöffneter Post entdeckt. Wie am Dienstag aus Kreisen der Ermittlungsbehörden bekannt wurde, enthält der Brief mindestens 23 000 Milzbrand-Sporen. Das seien drei Mal so viel Sporen, wie bisher in einer einzelnen Probe gefunden worden seien.

Der Brief an Leahy, den Vorsitzenden des Rechtsausschusses des US-Senats, war das vierte bekannte Schreiben dieser Art. Auch ein an die Zeitung "New York Post" sowie ein an NBC-Moderator Tom Brokaw adressierter Brief mit Milzbrand-Erregern waren in Trenton abgestempelt worden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%