Truppe soll afghanische Regierung schützen
Scharping: Diese Woche keine Soldaten nach Kabul

Das etwa 200 Mann starke Bundeswehr-Vorauskommando für die Afghanistan-Truppe wird nach Einschätzung von Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) bis zum Wochenende nicht in Marsch gesetzt.

Reuters BERLIN. "Ich rechne damit, dass in dieser Woche eine Verlegung der Vorauskräfte nicht mehr stattfinden wird", sagte Scharping am Donnerstag im Deutschlandradio Berlin. Die Vorbereitungen in Deutschland seien abgeschlossen. Das am Mittwoch in Kabul eingetroffene Vorauskommando müsse jedoch noch klären, wie die deutschen Soldaten untergebracht und versorgt werden könnten. Die Truppe soll in und um Kabul für den Schutz der afghanischen Regierung sorgen.

Den verzögerten Einsatz der Sicherheitstruppe begründete Scharping damit, dass zunächst der Abschluss der Verhandlungen mit der afghanischen Übergangsregierung über ein militärisch- technisches Abkommen abgewartet werden musste. Zudem bedeuteten die andauernden Kämpfe gegen Moslem-Extremisten eine Gefahr für Militärmaschinen. Scharping plädierte für eine nüchterne Einschätzung der Risiken des Afghanistan-Einsatzes. Gefahren bestünden durch Minen, Sprengfallen, Taliban-Kämpfer und die organisierte Kriminalität. Die Bundeswehr-Soldaten seien aber durch ihre Ausrüstung, ihre Ausbildung und die Einsatzvorbereitung optimal geschützt.

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