Truppen der Nordallianz ziehen aus Kabul ab: Russland fordert Ende der US-Luftangriffe auf Afghanistan

Truppen der Nordallianz ziehen aus Kabul ab
Russland fordert Ende der US-Luftangriffe auf Afghanistan

Russland hat ein Ende der US-Luftangriffe auf Afghanistan gefordert. Sein Land wünsche, dass der Frieden so schnell wie möglich in Afghanistan einkehre, sagte der Präsident des russischen Unterhauses, Gennadi Selesnjow, am Freitag in Duschanbe.

afp DUSCHANBE/KABUL. Die gegenwärtigen Bombardents könnten nicht "ewig" fortgesetzt werden. Die USA setzten ihre Luftangriffe auch nach dem Sturz der radikalislamischen Taliban im November fort. Ziele sind vor allem Stellungen von Anhängern des mutmaßlichen Terroristenführers Osama bin Laden.

Selesnjow wiederholte, Moskau lehne eine dauerhafte Stationierung von Truppen der USA oder der Nato in den ehemaligen Sowjetrepubliken Zentralasiens ab. Russland habe mit diesen Staaten einen Sicherheitspakt geschlossen. Ohne vorherige Konsultationen mit Moskau dürften die betroffenen Länder keine Entscheidung zu ausländischen Truppen treffen, fügte er hinzu. Selesjnow befindet sich zu politischen Gesprächen in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe. Allein in Usbekistan sind derzeit fast 2000 US-Soldaten stationiert. Auch in Tadschikistan befindet sich ein US-Stützpunkt.

Inzwischen zogen sich die Truppen der Nordallianz aus Kabul zurück. Das teilte ein Sprecher der internationalen Schutztruppe ISAF mit. Sie folgten damit einer Anordnung der afghanischen Interimsregierung. Künftig sollen nur noch Kräfte der ISAF gemeinsam mit der afghanischen Polizei in Kabul patrouillieren.

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