Truppen zerstören Haus von Attentäter
Isralische Offensive lange geplant

Israelische Soldaten haben am Freitag Morgen das Haus des Selbstmordattentäters zerstört, der sich am Mittwoch in Jerusalem in die Luft gesprengt und dabei 17 Menschen mit in den Tod gerissen hatte.

HB/dpa JERUSALEM. Der Selbstmordattentäter gehörte der radikal- islamischen Hamas an und kam aus der Stadt Hebron im Westjordanland, meldete der israelische Rundfunk am Freitag. Die Armee zerstörte zudem das Haus der Familie eines Mitgliedes der radikalen El-Aksa- Brigaden im Südwesten von Hebron. Die El-Aksa bekannte sich unterdessen, Donnerstag Nacht einen Israeli in der Nähe von Jenin im Norden des Westjordanlandes erschossen zu haben.

Die Offensive der israelischen Armee gegen die radikalislamische Hamas war nach Angaben eines israelischen Regierungsbeamten seit Monaten geplant. Sie sei wegen des US- Friedensplans zunächst auf Eis gelegt worden, sagte der namentlich nicht genannte Beamte am Freitag im israelischen Rundfunk. Nach der Ablehnung des so genannten Nahostfahrplans durch die Hamas, dem Abbruch von Gesprächen mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Mahmud Abbas und dem Angriff auf einen israelischen Militärposten am Sonntag werde die Offensive nun "ohne Kompromisse" durchgeführt.

Bereits am Mittwoch hatten Regierungskreise angekündigt, dass die Armee nun auch den Hamas-Gründer Scheich Ahmed Jassin ins Visier nehme. Hochrangige Vertreter des politischen Flügels der Hamas wurden bislang verschont. Seit Dienstag hat die israelische Armee fünf Angriffe gegen die Hamas mit Hubschraubern geflogen, bei denen über 20 Menschen ums Leben kamen, darunter sechs Hamas-Mitglieder.

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