TRW und Intel im Mittelpunkt
Wall Street eröffnet schwächer

Die März-Rally an den US-Börsen ist zu Ende. Nach zwei uneinheitlichen Tagen handeln zur Wochenmitte alle großen Indizes im Minus.

rtr/WSC NEW YORK. Der Dow-Jones-Index fiel 0,8 Prozent auf 10 548 Punkte. Der Nasdaq-Index gab 1,3 Prozent auf 1871 Zähler nach. Der Umsatz des US-Einzelhandels ist im Februar um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat gestiegen, teilte das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Analysten hatten mit einem stärkeren Anstieg um 0,9 Prozent gerechnet.

Dennoch notieren einige Unternehmen des Einzelhandelsektors am Morgen mit Verlusten, darunter die diversifizierten Supermärkte Wal-Mart und Sears Roebuck, die Elektronikhändler Circuit City und Best Buy sowie die Baumärkte Home Depot und Lowe?s, die mit jeweils rund 1 % im roten Bereich stehen.

Den Dow Jones belasten neben den Einzelhandelsaktien auch die Finanzwerte. JP Morgan, Citigroup und American Express verlieren um 2 %. Und auch auf Tech-Seite sieht es nicht besser aus: Mit einem frühen Minus von mehr als 4 % ist Intel der größte Verlierer im Standardindex.

Die Analysten von JP Morgan setzen die Erwartungen für den Chipriesen Intel herab und rechnen damit, dass das Quartal vor allem aufgrund eines unerwarteten Preiskampfes in der Branche und Verwirrung über die aktuelle Produktpalette im Bereich der Motherboards und der DRAM-Chips enttäuschen wird.

Die Analystenkollegen von Morgan Stanley nehmen sich derweil die Chip-Zulieferer und Maschinenbauer vor. Sie halten den Sektor nach einer raschen Erholung in den letzten Wochen für überteuert und stufen unter anderem KLA-Tencor, Novellus, LAM Research und Teradyne von "aggressiv kaufen" auf "outperform" ab. Die Papiere verlieren zwischen 3 % und 5 %. Für Cymer und Applied Materials behalten sie ihr Rating auf "aggressiv kaufen", beide Papiere rutschen dennoch ins Minus.

Der Chipbranche geht es schlecht, da es mit der PC-Branche nicht aufwärts geht. Hier setzt am Morgen Salomon Smith Barney an. Man sehe kein Anziehen in der Nachfrage nach Firmencomputern und Großrechnern, und im laufenden ersten Quartal werde der Markt die scheinbare Erholung der vorherigen drei Monate wieder rückgängig machen. Den Experten scheinen Apple und IBM derzeit besser positioniert als Sun Microsystems und Dell . Apple und IBM geben um 0,5 % nach, Sun Micro und Dell verlieren 3,5 % beziehungsweise 7 %.

Doch nicht alle Kommentare sind negativ: Die Analysten von Bernstein sehen Potential im zuletzt heftig kritisierten Sektor der Glasfaser-Hersteller. Die Nachfrage-Flaute dürfte spätestens im vierten Quartal 2002 Geschichte sein, meinen sie und stufen Branchenschwergewicht JDS Uniphase auf "outperform" auf, die 1,5 % gewinnt.

Riverstone Networks macht unterdessen selbst positive Schlagzeilen. Das Unternehmen stellt am Mittwoche eine neue Hochgeschwindigkeits-Technologie vor, die netzwerk-abhängigen Unternehmen eine Alternative zu Cisco Systems marktführendem System "Dynamic Packet Transport" sein könnte. Die Aktie von Riverstone legt 5,3 % zu.

Auf Seiten der Industriewerte stehen zur Wochenmitte erneut Northrop Grumman und TRW im Mittelpunkt des Interesse. TRW, das neben Elektronik für den Rüstungs- und Raumfahrtbereich auch Kfz-Bauteile herstellt, lehnt erneut ein Übernahmeangebot von Northrop ab, das mit 6 Milliarden $ unter der derzeitigen Marktkapitalisierung des Unternehmens liegen würde. Aktien von Northrop Grumman verbessern sich am Morgen um 1 %, TRW klettert um 2 %.

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