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Tschechien intensiviert Registrierung ehemaliger NS-Zwangsarbeiter

Die tschechischen Behörden haben am Freitag mehr als 300 000 Registrierungs-Anträge für ehemalige NS-Zwangsarbeiter der Tageszeitung "Pravo" beigelegt. Als nächstes wollen die Behörden auf Plakaten in Postämtern, Verwaltungen und Krankenhäusern an frühere NS-Zwangsarbeiter appellieren, sich registrieren zu lassen.

dpa PRAG. Die tschechischen Behörden haben am Freitag mehr als 300 000 Registrierungs-Anträge für ehemalige NS-Zwangsarbeiter der Tageszeitung "Pravo" beigelegt. Die Aktion sei der Auftakt einer neuen Kampagne zur Suche nach bisher nicht bekannten Opfern, sagte der Regierungsbevollmächtigte Jiri Sitler der dpa.

Als nächstes wollen die Behörden auf Plakaten in Postämtern, Verwaltungen und Krankenhäusern an frühere NS-Zwangsarbeiter appellieren, sich registrieren zu lassen. Bisher lägen dem Deutsch- Tschechischen Zukunftsfonds in Prag etwa 60 000 Anträge vor; mit der neuen Öffentlichkeitsarbeit könnte diese Zahl auf 80 000 steigen, sagte Sitler.

"Solche Aktionen sind im Vertrag mit der deutschen Stiftungs- Initiative zur Zwangsarbeiter-Entschädigung verankert. Damit soll die Möglichkeit ausgeschlossen werden, dass jemand nur deswegen kein Geld erhält, weil er nichts davon wusste", sagte Sitler. Nach seinen Angaben sterben allein in Tschechien täglich etwa 15 ehemalige Zwangsarbeiter. Die Anträge für eine mögliche Entschädigung müssen bis zum 11. August 2001 eingereicht sein, sagte Sitler.

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