Tschechien mit deutscher Taktik
Ruud van Nistelrooy ängstigt Tschechen

Das Oranje-Team will sich für die 1:3-Niederlage gegen Tschechien in der Qualifikation revangieren. Tschechien wäre bei einem Sieg bereits für das Viertelfinale qualifiziert. Trainer Karel Brückner überlegt mit der deutschen Taktik gegen die Holländer zu spielen.

HB AVEIRO. Das Team der Tschechen fürchtet den holländischen Sturmbomber Ruud van Nistelrooy, der auch gegen Deutschland aus einer halben Chancen ein Tor erzielte. Der Rest der Oranje Kicker lässt die Tschechen hingegen eher kalt. Tschechien ist ein Angstgegner der Holländer, da sie aufgrund der Niederlage in der EM-Qulifikation in die Relegation gegen Berti Vogts Schotten mussten. Bei der EM 2000 hingegen fühlten sich die Tschechen beim 0:1 in der Vorrunde nach einem fragwürdigen Elfmeter kurz vor Schluss gegen den damaligen Gastgeber Holland um einen Punkt betrogen.

Die Niederländer suchen vor dem zweiten Gruppenspiel am Samstag ihre ideale Aufstellung. Dabei steht der Titelträger von 1988 gehörig unter Druck. Während die Tschechen mit einem Sieg schon den Einzug ins Viertelfinale der Fußball-EM perfekt machen können, wären die nach internen Querelen verunsicherten Niederländer bei einer Niederlage ausgerechnet auf einen Ausrutscher von Erzrivale Deutschland angewiesen. "Wir müssen uns unbedingt steigern. Unsere letzte Leistung war einfach nicht gut genug", sagte van Nistelrooy.

Beide Mannschaften konnten sich nicht für die WM 2002 qualifizieren, was die Brisanz in Portugal zusätzlich erhöht. "Wir kennen uns sehr gut. Wir wissen, was wir zu erwarten haben, und das wird nicht einfach", sagte Verteidiger Jaap Stam. Während sich der 1,91 m große Abwehr-Hüne auf ein "Duell der Giganten" mit dem noch elf Zentimeter größeren Angreifer Jan Koller von Borussia Dortmund einstellen kann, machen die Tschechen aus dem Rest ihrer Angriffsformation noch ein Geheimnis.

Trainer Karel Brückner erwägt auf die von der deutschen Mannschaft beim 1:1 gegen die Niederländer so erfolgreich praktizierten Variante mit fünf Mittelfeldspielern und nur einer Spitze umzustellen. Dann müsste Milan Baros, Torschütze beim 2:1 gegen Lettland, wohl seinem Vereinskollegen vom FC Liverpool, Vladimir Smicer, weichen. "Vor van Nistelroy haben wir schon ein bisschen Angst", gestand Smicer die größte Sorge der Tschechen, die nach den großen Hitze-Strapazen im ersten Spiel diesmal auf niedrigere Temperaturen hoffen.

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