Tschechien - Portugal
Alle gegen Cristiano Ronaldo

Die Tschechen wollen gegen Portugal ihr Heil in der Defensive suchen. Der Schlüssel zum Erfolg: Kein Zentimeter Raum für Portugals Superstar Christiano Ronaldo. Um seine Kreise einzugrenzen, sollen stets zwei Tschechen bereit stehen.

HB. GENF. Alle gegen den besten Fußballer der Welt: Mit einer einfachen Taktik will Tschechien die Portugiesen stoppen und einen entscheidenden Schritt in Richtung EM-Viertelfinale machen. "Jeder weiß, dass Cristiano ein exzellenter Spieler ist. Wir müssen ihn doppeln und dürfen ihm keinen Raum geben. Das wird der Schlüssel zum Erfolg sein", sagte Abwehrspieler Jaroslav Plasil vor dem Duell der Auftaktsieger in der Gruppe A in Genf.

Im letzten Duell beider Teams, bei der EM 1996, besiegte Tschechien die "Brasilianer Europas" durch ein Traumtor von Karel Poborsky und zog ins Halbfinale ein. Anders als damals fehlen den Tschechen dieses Mal aber die Künstler in der Offensive. "Entscheidend ist, dass wir zu Null spielen, und in der Offensive müssen wir die kleinste uns bietende Chance nutzen", sagt daher Kapitän Tomas Ujfalusi. So wie im Eröffnungsspiel gegen die Schweiz eben: Eine Torchance, ein Tor, Endstand 1:0. Tomas Galasek fordert dennoch: Wir müssen deutlich besser spielen als gegen die Schweiz."

Zumal die Portugiesen trotz ihrer Galavorstellung beim 2:0 gegen die Türkei ihren heutigen Gegner nicht unterschätzen - behaupten sie jedenfalls. "Dass die Tschechen im ersten Spiel Schwierigkeiten hatten, bedeutet nichts" sagt Spielmacher Deco.

Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari wird an seiner Startformation, die gegen die Türkei teilweise brillanten Fußball spielte, festhalten. Je nach Spielverlauf könnte vielleicht der Bremer Stürmer Hugo Almeida zum Einsatz kommen, der körperlich die Größe und Robustheit der tschechischen Defensivspieler mitbringt.

Karel Brückner dagegen arbeitet von vornherein nach dem Prinzip anderer Gegner, anderes Team. "Mann kann auch eine siegreiche Mannschaft umstellen", sagt der tschechische Nationaltrainer. Opfern könnte Brückner HSV-Profi David Jarolim, für den Marek Matejovsky vom FC Reading in die Position des Spielmachers rücken könnte. Im Sturm bleibt Rekordtorschütze Jan Koller wohl gesetzt, Vaclav Sverkos, Torschütze gegen die Schweiz, weiter nur auf der Bank.

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