Tschetschenische Terroristen
Ungewissheit über Freilassung ausländischer Geiseln in Moskau

Mehr als 36 Stunden nach Beginn der Geiselnahme in Moskau haben die tschetschenischen Terroristen erneut eine angekündigte Freilassung von Ausländern verschoben.

HB/dpa MOSKAU. Ein Sprecher des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB sagte am Freitagmorgen, als neuer Termin sei 11 Uhr (Ortszeit) genannt worden. Die Geiselnehmer hatten am frühen Morgen sieben Geiseln freigelassen. Im Zuschauersaal der Konzerthalle befanden sich noch immer etwa 700 Menschen. Unter den 75 Ausländern sollen drei bis sieben Deutsche sein.

Ein Mitarbeiter des Musicals "Nord-Ost" berichtete, die Rebellen hätten ihre Drohungen verschärft, das Theater in die Luft zu sprengen. Unklarheit herrschte weiterhin über den Zustand der Geiseln. Der russische Arzt Leonid Roschal sagte in Gegenwart der Geiselnehmer, den meisten Menschen gehe es den Umständen entsprechend gut. Er machte sich Sorgen vor allem um die etwa 30 gefangenen Kinder. Die Firma "Nord-Ost" teilte nach Telefonaten mit Mitarbeitern im Gebäude mit, seit dem Überfall auf das Theater am Mittwoch hätten die Menschen von außerhalb nichts zu essen und zu trinken bekommen.

Geiseln berichteten aus dem Theater, sie seien alle im Zuschauerraum eingesperrt, in dessen Mitte ein großer Sprengsatz liege. Sie müssten ihre Notdurft im Orchestergraben verrichten.

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