Tu Mobile als Bieter ausgeschlossen
Italienische UMTS-Auktion beginnt am 19. Oktober

rtr ROM. In Italien wird die Versteigerung von Mobilfunklizenzen nach dem neuen UMTS-Standard nach Angaben aus Regierungskreisen am 19. Oktober beginnen. Diesen Beschluss habe ein Regierungsausschuss am Donnerstag gefasst, hieß es in Rom. Zugleich wurde wie erwartet wegen versäumter Fristen das Bieterkonsortium Tu Mobile aus dem Bieterverfahren um die fünf neuen Mobilfunkfrequenzen ausgeschlossen, womit sechs Bewerber zugelassen sind. Tu Mobile hatte es nach früheren Regierungsangaben versäumt, geforderte Dokumente fristgerecht zu liefern.

Als Favoriten in der Auktion gelten die vier italienischen Mobilfunkbetreiber Telecom Italia Mobile, Omnitel (Vodafone), Wind (France Telecom, Enel) und Blu (British Telecom). Um die fünfte Lizenz wird ein Bietergefecht zwischen den Konsortien Andala im Mehrheitsbesitz von Hutchison Whampoa und Tiscali sowie Ipse unter Führung von Telefonica und Sonera erwartet.

Ursprünglich hatten sich acht Bietergruppen beworben. Das aus mehreren Dutzend Kleinfirmen bestehende Konsortium Anthill war bereits Anfang September nicht als Bieter zugelassen worden, da der Geschäftsplan von der Regierung abgelehnt wurde. Tu Mobile ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Beratungsfirma Aitalia und ehemaligen Managern der Computerfirma Opengate.

Die Deutsche Telekom, die nicht mehr auf dem italienischen Telekom-Markt vertreten ist, hatte auf eine Teilnahme an dem UMTS-Vergabeverfahren in einem der größten europäischen Mobilfunkmärkte verzichtet. Italien gilt als einer der attraktivsten Mobilfunkmärkte in Europa, aber auf Grund der hohen Verbreitung des Mobilfunks in der Bevölkerung bereits als nahezu gesättigt.

Bislang war mit einem Start der UMTS-Auktion in Italien am 23. Oktober gerechnet worden. Früheren Einschätzungen von Branchenexperten zufolge wir die Auktion sieben bis zehn Tage dauern. Das Auktionsergebnis wird diesen Angaben zufolge zwischen 30 und 60 Milliarden DM betragen. Das Mindestgebot für eine Lizenz liegt bei vier Billionen Lire (rund 4 Mrd. DM).

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