Türkei an der Spitze der Wachstumsskala
Touristikkrise kostete weltweit zehn Millionen Jobs

Die Krise der Touristikindustrie in den vergangenen Monaten hat weltweit nach einer Studie des internationalen Branchenverbandes World Travel & Tourism Council (WTTC) zehn Millionen Arbeitsplätze gekostet. Allerdings rechnet auch der WTTC mit einer Erholung der Reisebranche noch 2002.

Reuters BERLIN. Bereits im kommenden Jahr sei mit einem Umsatzwachstum von bis zu sechs Prozent zu rechnen, hieß es in der am Sonntag anlässlich der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) veröffentlichten Studie. Etwa zwei Drittel der verloren gegangenen Arbeitsplätze könnte dann binnen kurzer Zeit wieder neu geschaffen werden, erklärte WTTC-Präsident Jean-Claude Baumgarten. Nach Berechnungen des Verbands hatten die USA und Deutschland die größten Umsatzeinbußen in Folge der Anschläge vom 11. September zu verzeichnen.

Für die USA schätzt der Verband den Umsatzverlust für 2001 und 2002 auf rund 92 Milliarden Dollar und für Deutschland auf knapp 25 Milliarden Dollar. Der WTTC, in dem führende Manager der Branche vertreten sind, berücksichtigt dabei nicht nur die Reiseindustrie, sondern auch verwandte Wirtschaftszweige wie das Transport- und Verkehrswesen.

Für die kommenden Jahre sagt der WTTC wieder eine Rückkehr zu einem durchschnittlichen Wachstum des Reisesektors von 4,5 Prozent voraus. Auch der Welt-Tourismus-Verband hatte bereits am Samstag auf der ITB erklärt, die Branche habe ihre bisher schwerste Krise so gut wie überwunden. Nach Erkenntnissen des WTTC dürften allerdings die bisher traditionellen Reisemärkte in den USA und Europa insgesamt schwächer zulegen. Dagegen würden Länder wie die Türkei mit Raten von zehn Prozent sowie Indien mit 9,7 Prozent und China mit 8,5 Prozent an der Spitze der Wachstumsskala liegen, hieß es.

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