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Türkische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Demonstranten

Einen Tag nach den Ausschreitungen in der türkischen Hauptstadt Ankara ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Demonstranten. Türkische Medien berichteten am Donnerstag, dazu würden Videos der Massendemonstration ausgewertet.

dpa ANKARA/ISTANBUL. Die Staatsanwaltschaft will zahlreiche Demonstranten vor Gericht bringen. Bei Massenprotesten gegen die Finanz- und Wirtschaftskrise war es am Mittwoch in Ankara und in der zentralanatolischen Stadt Konya zu schweren Ausschreitungen gekommen. Dabei waren alleine in Ankara mehr als 200 Menschen verletzt worden. Nach den Ausschreitungen wurde über Ankara ein Demonstrationsverbot verhängt. Am Donnerstag war die Lage im ganzen Land ruhig.

Händler und Kleinunternehmer fordern seit Tagen den Rücktritt der Regierung unter Ministerpräsident Bülent Ecevit. Ecevit hat Forderungen nach einem Rücktritt mehrfach zurückgewiesen. Der Chef der an der Regierung beteiligten Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP), Devlet Bahceli, lehnte auch Forderungen nach einer Kabinettsumbildung ab.

Die Krise war durch einen Streit zwischen Ecevit und Präsident Ahmet Necdet Sezer über die Bekämpfung der Korruption im Februar ausgelöst worden. In der Folge hatte die Landeswährung Lira im Vergleich zum Dollar um mehr als 40 Prozent an Wert verloren.

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