TUI-Aufträge antgeblich auf dem Prüfstand
Germania weist Spekulationen über Probleme zurück

Die Berliner Fluggesellschaft Germania hat Spekulationen über drohende Umsatzeinbrüche und weitere Risiken durch die Tourismus-Krise zurückgewiesen. "Die Situation bei der Germania ist sehr gut, wirtschaftlich geht es uns ausgezeichnet" sagte Geschäftsführer Mustafa Muscati am Sonntag.

dpa BERLIN. Dem Unternehmen gehe es sogar besser als anderen Chartergesellschaften, da es sich nicht nur auf ein Segment beschränke und neben dem Leasinggeschäft den Umfang von Linienflügen nicht nur in Deutschland ausbauen werde.

Meldungen über einen bevorstehenden kompletten Wegfall von Flugaufträgen von Europas größtem Reiseveranstalter TUI zur Wintersaison dementierte Muscati. "Wir befinden uns noch in Verhandlungen mit TUI. Möglicherweise werden die Geschäfte sogar ausgeweitet", sagte Muscati. Ein TUI-Sprecher meinte, es werde wie vor jeder Saison über Kapazitäten verhandelt, und das nicht nur mit Germania. Es gebe noch keine endgültige Entscheidung.

Bisher entfallen rund 75 % der Germania-Charterkapazitäten auf TUI-Aufträge. Im Linienverkehr macht die 1978 gegründete Airline als Billigflieger auf den Strecken Berlin-Köln und Berlin-Frankfurt der Lufthansa Konkurrenz. Im Herbst sollen Berlin-München und Hamburg-München dazu kommen. Auch Ziele außerhalb von Deutschland sollen künftig im Linienverkehr angeflogen werden.

"Wir haben bewiesen, dass man sowohl als Touristik- als auch als Linienflieger erfolgreich sein kann", sagte Muscati. Auf der Strecke Berlin-Frankfurt habe Germania "in kurzer Zeit" die Gewinnzone erreicht, auf der Strecke Berlin-Köln werde dies noch schneller geschehen. Angaben zu Umsatz und Ertrag macht die fast vollständig Firmengründer Hinrich Bischoff gehörende Gesellschaft nicht.Unterm Strich wirtschafte Germania mit Gewinn, sagte Muscati. Das Unternehmen mit rund 400 Beschäftigten und einer Gesamtflotte von 27 Flugzeugen sei zudem nahezu schuldenfrei. Der Germania-Chef hält zugleich einen Ausbau der Partnerschaft mit der TUI-Mutter Preussag für möglich. Hintergrund sind Pläne von Preussag für eine Billigfluglinie.

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