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TUI bleibt im DAX

Europas größter Tourismuskonzern TUI bleibt im wichtigsten deutschen Aktienindex DAX. Die Börsenneulinge Postbank und der Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf steigen in den Mdax auf.

dpa FRANKFURT/MAIN. Europas größter Tourismuskonzern TUI bleibt im wichtigsten deutschen Aktienindex DAX. Die Börsenneulinge Postbank und der Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf steigen in den Mdax auf.

Das teilte die Deutsche Börse nach ihrer jährlichen Überprüfung der Indizes in Frankfurt mit. Die Neuordnung wird zum 20. September wirksam. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) begrüßte den Verbleib der TUI im DAX. "Die Entscheidung ist angemessen, das Unternehmen ist unterbewertet und hat großartige Perspektiven", sagte Wulff.

"Es ist gut, dass neben Conti und VW mit TUI drei Unternehmen aus Niedersachsen im DAX vertreten sind." In den vergangenen Monaten war wegen des Kursrückgangs bei TUI über einen Abstieg spekuliert worden. Dann hätte die Puma AG Chancen auf einen Platz im DAX gehabt.

Für die Unternehmen hat es Vorteile, in den wichtigen Indizes gelistet zu sein, weil das Interesse der Anleger bei solchen Werten oftmals höher ist. Zudem kaufen oder verkaufen einige Fonds Aktien entsprechend der Index-Veränderungen.

Erstmals entschied die Börse bei der Überprüfung der DAX-Zusammensetzung allein anhand fester Regeln, die sich an der Marktkapitalisierung und am Börsenumsatz orientieren. Früher hatte sich die Börse - wie auch jetzt noch bei den anderen Indizes - dagegen einen Ermessensspielraum eingeräumt.

Auch der Einkaufscenter-Investor Deutsche Euroshop schaffte den Sprung in den Mdax. Aus dem Börsenbarometer der 50 mittelgroßen Werte heraus müssen der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer, der Haarpflege-Spezialist Wella und der Puppenhersteller Zapf Creation. Bei Wella war der Abstieg klar, weil das Unternehmen vom US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble übernommen worden war.

Im technologieorientierten Tecdax stehen ebenfalls Änderungen an. Neu aufgenommen werden das IT-Systemhaus Bechtle, der Kommunikationstechnik-Hersteller Funkwerk und das Biotech-Unternehmen Morphosys AG. Funkwerk liefert Mobilfunkterminals für Bahnbetriebe und Kommunikationssysteme für die Autoindustrie.

Den Tecdax verlassen müssen das Software- und Beratungshaus FJH, der Anbieter von Sicherheitslösungen für digitale Anwendungen SCM Microsystems und der IT-Berater SAP SI.

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