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TUI-Chef Frenzel will sich gegen mögliche feindliche Übernahme wehren

(dpa-AFX) Hannover - Europa größter Touristikkonzern TUI < TUI.ETR > will sich gegen eine mögliche feindliche Übernahme und eine Zerschlagung des Konzerns wehren. "Ich werde sicher nicht tatenlos zusehen, wie Aufkäufer bei der TUI einsteigen und das Unternehmen dann zerschlagen", sagte TUI-Chef Michael Frenzel dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" (Montagausgabe). Nach Informationen der Zeitung "Welt am Sonntag" gehen die TUI-Aktienkäufen der US-Investmentbank Morgan Stanley < MWD.NYS > < DWD.ETR > allerdings nicht auf einen feindlichen Übernahmeversuch, sondern auf Spekulationen auf weiter fallende Kurse der TUI-Aktie zurück.

(dpa-AFX) Hannover - Europa größter Touristikkonzern TUI < TUI.ETR > will sich gegen eine mögliche feindliche Übernahme und eine Zerschlagung des Konzerns wehren. "Ich werde sicher nicht tatenlos zusehen, wie Aufkäufer bei der TUI einsteigen und das Unternehmen dann zerschlagen", sagte TUI-Chef Michael Frenzel dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" (Montagausgabe). Nach Informationen der Zeitung "Welt am Sonntag" gehen die TUI-Aktienkäufen der US-Investmentbank Morgan Stanley < MWD.NYS > < DWD.ETR > allerdings nicht auf einen feindlichen Übernahmeversuch, sondern auf Spekulationen auf weiter fallende Kurse der TUI-Aktie zurück.

Ein Banker sagte der Sonntagszeitung, dass hinter dem Geschäft kein strategischer Investor steht. Dann würde man das anders machen und die Orders auf verschiedene Banken verteilen. Bei dem Ankauf der Aktien handele es sich um eine groß angelegte Wertpapierleihe an Hedgefonds, die auf fallende Kurs setzten. Die TUI-Aktie notiert trotz des knapp siebenprozentigen Kurssprungs seit Mittwoch infolge der Aufstockung durch Morgan Stanley immer noch ein Drittel unter ihrem Jahreshoch.

Frenzel: Indizen Sprechen FÜR Spiel MIT DEM Ziel Fallender Kurse

TUI-Chef Frenzel vermutet hinter den Kursverlusten im Jahresverlauf ein "Spiel", das nur ein Ziel hat: "Den Kurs unseres Papiers nach unten zu treiben." Belege dafür habe er nicht. "Aber die Indizen sind schon ziemlich eindeutig. Seit bekannt ist, dass TUI im Herbst auf Grund der veränderten Zulassungsregeln womöglich aus dem DAX < DAX.ETR > fallen könnte, wetten so genannte Hedge-Fonds in Scharen auf den weiteren Verfall unserer Kurses."

Konkrete Schritte, um eine mögliche feindliche Übernahme abzuwehren, nannte er nicht. "Ich verrate auch dem Spiegel nicht meine Gegenstrategie. Aber ich bin lange genug im Geschäft, um zu wissen, was jetzt zu tun ist." Der Zukauf von TUI-Aktien durch Morgan Stanley unterscheidet nach Einschätzung Frenzels auch die aktuellen Spekulationen von ähnlichen im vergangenen Sommer. "Damals gab es lediglich Gerüchte. Diesmal ist klar, dass Morgan Stanley mindestens zehn Prozent unserer Anteile erworben hat. Eine Erklärung zu diesem Vorgang wird mir verweigert. Deshalb nehmen wir die Sache ernst, sehr ernst sogar."

Frenzel: Investoren VOR Allem AN Containerschifffahrt Interessiert

Seiner Einschätzung nach sind Finanzinvestoren vor allem an der Container-Sparte, von der in der zweiten Jahreshälfte bis zu 49 Prozent an die Börse gebracht werden sollen, interessiert. "Sollte die Spekulation gegen unsere Aktie aufgehen und der Kurs weiter künstlich nach unten getrieben werden, bekäme ein potenzieller Aufkäufer das gesamte Touristikgeschäft zusätzlich zur Containerschifffahrt quasi zum Nulltarif dazu."

Zu den Spekulationen über eine mögliche Absage des Hapag-Lloyd-Börsengangs sagte Frenzel: "Ich denke gar nicht daran, mich unter Druck setzen zu lassen. Für uns ist alleine entscheidend, ob der Preis, den wir am Markt erzielen können, unseren Vorstellungen entspricht.

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