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TUI kämpft gegen Übernahme und Abstieg aus dem DAX

Zum Wochenbeginn sorgen erneut Übernahmespekulationen und der mögliche Abstieg aus dem Deutschen Aktienindex DAX für Schlagzeilen beim Reisekonzern TUI . Die Westlb als Großaktionär bestätigte am Montag, dass für den 31-Prozent-Anteil an der TUI zahlreiche Angebote vorliegen. "Es stehen sehr viele verschiedene Gruppen im Raum", sagte ein Westlb-Sprecher ohne Namen zu nennen.

dpa-afx DÜSSELDORF/HANNOVER. Zum Wochenbeginn sorgen erneut Übernahmespekulationen und der mögliche Abstieg aus dem Deutschen Aktienindex DAX für Schlagzeilen beim Reisekonzern TUI . Die Westlb als Großaktionär bestätigte am Montag, dass für den 31-Prozent-Anteil an der TUI zahlreiche Angebote vorliegen. "Es stehen sehr viele verschiedene Gruppen im Raum", sagte ein Westlb-Sprecher ohne Namen zu nennen.

Gleichzeitig muss Europas größter Reisekonzern um seine Notierung im DAX bangen. Nach überraschend guten Geschäftszahlen der Celesio AG könnten die Aktien des Pharmahändlers die Papiere der TUI nach der Marktkapitalisierung von Platz 35 der größten deutschen Unternehmen verdrängen. Entscheidend wird letztendlich der durchschnittliche Marktwert der letzten 20 Handelstage sein. Bis Ende August muss die TUI zumindest Platz 35 halten. Letztendlich wird die Deutsche Börse am 3. September über die neue Zusammensetzung des DAX entscheiden.

Noch Kann Sich TUI IM DAX Halten

Noch kann die TUI-Aktie ihren Platz im Deutschen Aktienindex halten. Trotz deutlicher Kursgewinne der Celesio-Aktie im Nachmittagshandel stehen die TUI-Papiere nach Einschätzung der Hypovereinsbank nach der Marktkapitalisierung weiter auf Rang 35. "Es ist noch nicht gelungen, die TUI aus dem DAX zu verdrängen", sagte Aktienstratege Christian Stocker.

Gleichzeitig bereitet sich der Reisekonzern weiter auf die Abwehr einer möglichen feindlichen Übernahme vor. Im Unternehmen werde über Abwehrmaßnahmen nachgedacht, sagte TUI-Sprecher Uwe Kattwinkel. Ob es bereits Gespräche mit den institutionellen Anlegern gebe, wollte der Sprecher nicht kommentieren.

Preis FÜR DIE TUI-Anteile Muss Stimmen

Ende Juli hatte die TUI die Investmentbank Greenhill als Spezialisten für Übernahmeszenarien engagiert. Die Bank sollte Vorschläge machen, wie die TUI eine Übernahme verhindern kann. Kurz zuvor hatte die US-Investmentbank Morgan Stanley den Anteil an der TUI auf über 10 % erhöht und damit massive Übernahmefantasien an den Finanzmärkten ausgelöst.

Weiterhin halten institutionelle Anleger nach Angaben der TUI 43,5 % an dem Reisekonzern, 15 % liegen bei Privatanlegern. Die Westlb will nach eigenen Angaben ihren 31-Prozent-Anteil an der TUI verkaufen. Nach Medieninformationen sollen spanische Hotelkonzerne Interesse an der TUI geäußert haben.

Allerdings müsse der Preis für das Anteilspaket stimmen, sagte ein Sprecher der Westlb. Der Anteil der TUI stehe bei der Westlb derzeit mit 16,50 ? je Aktie in den Büchern. Sollte es zu einem Verkauf kommen, werde der Preis für die TUI-Aktien "eher nicht unterhalb des Buchwertes liegen", sagte der Sprecher.

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