Tui mit acht Prozent Umsatzsteigerung
Preussag bleibt bei Umsatz und Ergebnis zuversichtlich

Der weltweit umsatzstärkste Touristikkonzern Preussag AG hält trotz vorübergehender Buchungsrückgänge nach den Anschlägen in den USA an seinen Umsatz- und Ergebnisprognosen für das Jahr 2001 fest.

Reuters HANNOVER. "Wir gehen deshalb davon aus, dass wir das Ziel, unseren Umsatz zu steigern, erreichen können." Das gelte auch für das operative Ergebnis aller Sparten (Tourismus, Energie, Industrie), das um 20 Prozent auf 900 Millionen Euro steigen soll. "Wir sehen eine faire Chance, dass wir dieses Ergebnisziel erreichen", sagte Laurich. Der Umsatz hatte im Geschäftsjahr 1999/00 21,9 Milliarden Euro betragen.

Im Sommergeschäft für 2001 liege der größte Veranstalter des Konzerns, TUI, beim gebuchten Umsatz bereits acht Prozent über dem Vorjahr, sagte der Sprecher weiter. Nach den Anschlägen seien die Buchungen nicht nur für die USA, sondern auch für andere Ziele der Wintersaison zurückgegangen. "Inzwischen haben die Buchungen aber schon wieder zugenommen", sagte Laurich. Eine weitergehende Prognose für die Touristikbranche sei nach wie vor schwierig. "Wir müssen natürlich abwarten, was aus möglichen Vergeltungsaktionen der USA wird."

Aktie verlor trotz Kaufempfehlung

Trotz einer gleichzeitigen Kaufempfehlung der Investmentbank HSBC in London verlor die Preussag-Aktie am Donnerstag leicht. Nach den Anschlägen in den USA vor gut zwei Wochen gehörte die Aktie des Branchenführers in der Touristik zu den größten Verlierern im Deutschen Aktienindex. Der Wert hatte sich auf nur noch 17,15 Euro halbiert, war aber in den vergangenen Tagen wieder bis auf gut 24 Euro gestiegen. Am Donnerstag notierte Preussag dagegen mit minus 1,6 Prozent bei 23,80 Euro.

Die Analysten der HSBC stuften Preussag-Aktie auf "Kaufen" von zuvor "Reduzieren" hoch. Sie begründeten dies damit, dass in dem aktuellen Preis der Aktie bereits die schlimmsten Szenarien für die Reisebranche enthalten seien und die Reaktion an der Börse nach den Anschlägen in den USA übertrieben gewesen sei.

Gleichzeitig reduzierten die HSBC-Analysten die empfohlene Gewichtung des gesamten europäischen Freizeitsektors auf "Untergewichten" von zuvor "Übergewichten". Für den Freizeitsektor hätten die Anschläge einen Wendepunkt markiert. Das bereits vorher nachlassende Umfeld habe sich durch die Anschläge weiter verschlechtert.

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